Prozess

15-jähriger Möchtegern-Dealer niedergestochen

Ein Trio soll versucht haben, ihm seine fünf Gramm Gras zu rauben.

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min
Kleinlaut sitzen die drei Halbstarken Miguel J., Marcel E und Andrej B. nun vor Gericht.

Kleinlaut sitzen die drei Halbstarken Miguel J., Marcel E und Andrej B. nun vor Gericht.

© Pressefoto Wagner

Es ging um fünf Gramm Gras. Schüler Finn: „Wollte ich für 50 Euro verkaufen.“ An das illegale Zeug war er durch ein Tauschgeschäft gekommen: Alte Musikbox gegen Drogen. Finn (Name geändert) schrieb eine WhatsApp an Marcel E. und bot das Gras an.

5. Februar. Verabredung mit dem Grünschnabel. Von einem geplanten Raub geht die Anklage aus. Der Messer-Angriff aber soll allein auf das Konto von B. gehen. Ihm wird auch versuchter Mord vorgeworfen.

Finn zum Richter: „Ich habe E. für einen Freund gehalten.“ Sie hätten ein Treffen an der Märkischen Allee (Marzahn) vereinbart. Finn: „E. und ich schüttelten uns gerade die Hände, als ich plötzlich einen Schlag im Rücken verspürte.“

Während B. und J. schwiegen, gab sich E. ahnungslos: „Wir wollten normal Gras holen.“ Ein Überfall? „Weiß ich nicht.“ Ein Messer? „Wusste ich nicht.“ Als er sah, wie B. eine Stichbewegung machte, sei er geflohen. Sie türmten ohne Drogen. Finn überlebte knapp: Niere und Lunge verletzt. KE.

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