Die vergessene Buße, die er in Gera (Thüringen) schuldete, war für Posth, jahrelang beliebter TV-Makler der Vox-Serie „mieten, kaufen, wohnen“, die Krönung einer herben Stunde. Wegen Fahrens ohne Führerschein stand er vor Gericht.
Von November 2014 bis April soll er viermal trotz Fahrverbots hinterm Lenkrad eines Audi Q7 gesessen haben und einmal ohne Pappe. Er reuig: „In einer privat und beruflich schwierigen Phase habe ich den Überblick über die Fahrverbote verloren.“ Die Post habe er entweder nicht geöffnet oder erreichte ihn nach Umzug nicht.
Fahrverbote, weil sein Punkte-Konto überzogen war. Der Ankläger: „Zu schnell gefahren, telefoniert, falsch geparkt.“ Richterin: „Bereits 75 Verfahren um Ordnungswidrigkeiten!
Der Makler: „Es ist nicht gut, wenn man Strafzettel bekommt. Aber auch nicht schwer, wenn man als Makler in Berlin unterwegs ist.“ Er sei ein paar Mal zu schnell gefahren – „nicht massiv“.
Er erhielt im Oktober 2014 Fahrverbot. Im März wurde die Pappe nach Verurteilung zu 750 Euro wegen Fahrens ohne Lappen eingezogen.
Aber am 3. April erwischte ihn die Polizei wieder. Auf der Bundesallee war er unterwegs. Im Prozess blieb nun offen, ob er davor von dem verhängten Fahrverbot wusste. Diese vier Fälle stellte die Richterin ein.
TV-Mann ist er seit einem Jahr nicht mehr, ist wieder ganz in der Immobilien-Branche tätig: „Ich befinde mich in der Aufbauphase eines Unternehmens.“ Ein Fahrzeug habe er in Deutschland nicht. Er hoffte auf Geldstrafe. Das Urteil aber: fünf Monate Haft auf Bewährung und ein Jahr Führerscheinsperre. Will der Makler dann eine Pappe, muss er wohl erst zum „Idioten-Test“.
Gut ging für Posth nur die Sache mit dem Vollstreckungs-Haftbefehl aus: Wachtmeister begleiteten ihn in einen Raum. Er zahlte 30 Euro, war frei. Das Urteil will er anfechten. KE.
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