Auf dem Flughafen Schönefeld hätten nur vier Busse zur Verfügung gestanden, die die Anhänger zu den Flugzeugen bringen sollten, heißt es in der am Sonntag veröffentlichten Klage. Dies sei völlig unzureichend gewesen und habe zu größeren Verspätungen geführt. Auf Klagen der vereinseigenen Reiseagentur FCB Viajes seien zusätzliche Busfahrer herangeschafft worden. Diese hätten sich aber auf dem Flughafen nicht genügend ausgekannt.
Flughafensprecher Lars Wagner sagte dem KURIER: „Absolut unzutreffend.“ Man habe sich vorgenommen, zwischen 0.30 und 6 Uhr alle Maschinen vom Platz zu bekommen, bevor der normale Flugbetrieb beginnt – es gab 80 Starts und Landungen. Das habe man geschafft.
Es habe 25 Busse gegeben – die Behauptung, Fahrer hätten sich nicht ausgekannt, sei Unfug: Auf dem Airport dürfe nur fahren, wer sich auskennt.
Vonseiten des FC Barcelona hieß es weiter, das Ausstellungszentrum des Flughafens, von dem die Barça-Fans zu ihren Maschinen gebracht wurden, habe nicht die Mindeststandards erfüllt, die von einer Flughafen-Einrichtung erwartet würden. Darunter hätten auch behinderte Reisende zu leiden gehabt. Es habe zudem keine Lautsprecher-Durchsagen gegeben, und für Wasserflaschen seien Wucherpreise verlangt worden.
In den Messehallen Selchow waren 15 Extra-Abfertigungsstellen eingerichtet worden. Auch die Einrichtung der Hallen fanden der FC Barcelona, in dessen Heimatstadt man seit nunmehr 133 Jahren an einer Kirche baut und sie nicht fertigbekommt, unzumutbar.
Eine weitere Beschwerde kam vom Reisekonzern Halcón Viajes. Die Firma hielt der UEFA eine „miserable Organisation“ der Heimflüge von Barça-Fans vor. Bei der Heimreise der Anhänger des FC Barcelona habe es große Verspätungen und viel Verwirrung gegeben, beklagte das Unternehmen, das nach eigenen Angaben 19 Maschinen gechartert hatte. Die zugewiesenen Flughafen-Einrichtungen seien ungeeignet gewesen. Den Verantwortlichen auf dem Flughafen habe die nötige Erfahrung gefehlt. (mit dpa)
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