Damit darf sich der von der Elbmündung zugezogene Neu-Berliner über 600 Quadratmeter Heimat mitten in Prenzlauer Berg freuen, und mit ihm die Nachbarschaft über vermutlich mehr Vielfalt in der Versorgung. Denn in der Hamburger Stammregion ist die liebevoll Budni genannte Handelskette tatsächlich eine Institution, denn jede Filiale ist auf die jeweilige Kundschaft im Umfeld des Ladens ganz genau zugeschnitten.
Edeka will stärker ins Geschäft einsteigen
Das Unternehmen wurde 1912 von Iwan Budnikowsky in Hamburg gegründet. Was seinerzeit mit einem Seifen-Spezialgeschäft begann, entwickelte sich im folgenden Jahrhundert zu einer Kette mit heute 186 Filialen und knapp 2000 Mitarbeitern. Jetzt expandiert die Firma. Budnikowsky und die ebenfalls aus Hamburg stammende Supermarktkette Edeka schmiedeten eine Allianz, um gegen die großen Drogisten antreten zu können.
Mit der Allianz will Edeka selbst stärker ins Drogeriegeschäft einsteigen und kann dank seiner Marktmacht auch für Budnikowsky Preise im Einkauf erzielen, die für Budni allein stets unerreichbar geblieben wären.
Der Nahversorger im Viertel
Die Expansion der Kette über Hamburgs Stadtgrenzen hinaus ist Teil des Plans und Berlin, wo allein dm knapp 90 Filialen hat, dabei nur die erste Station. Es ist gewissermaßen die Flucht nach vorn, die Budni-Chef Christoph Wöhlke (40) betreibt.
Der Chef in der vierten Generation hofft nun, dass die Expansion nach Berlin ein Erfolg wird. Neben klassischen Drogeriewaren bietet die Filiale in der Schönhauser Allee 120 auch Naturkosmetik, Biolebensmittel und Frischwaren an. Man versteht sich als Nahversorger im Viertel, der auch Regionales im Sortiment hat. So gibt es auch Proviant-Limo, Craft-Bier von hier, Kaffee vom Röster Tres Cabezas und Brot, das beim Kreuzberger Biobäcker Beumer & Lutum gebacken wird. Zudem gibt es in der Filiale ein Café.
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