1100 Einbrüche in Prenzlauer Berg waren es 2013, in den letzten drei Monaten 2014 538. Die Polizei ging in die Offensive, versuchte sich mit einer Präventions-Tour (der KURIER berichtete).
Die Einbrecher selbst juckt das nicht. Allein 138 Einbrüche gab es in den vergangenen anderthalb Monaten rund um die Bötzowstraße. Erst vorgestern knackten Banden mehrere Altbau-Keller. Ein Ermittler vom zuständigen Abschnitt 16 (Direktion 1): „Wir haben keine Chance gegen die Banden, wir lösen kaum einen Fall. Vielleicht klären wir einen Prozent der Fälle auf, und dass ist dann meist Zufall.“
Damit stehen die Polizisten dort nicht allein da. Die Lage in Berlin ist dramatisch. Mehr als 12?100 Einbrüche in Wohnungen gab es im Jahr 2013 in der ganzen Stadt. 800, also gerade einmal peinliche sechs Prozent wurden aufgeklärt. Bei den Einbrüchen in Keller liegt die Quote bei 3,7 Prozent. Zwar wissen die Beamten, wen sie jagen, die Handschellen aber klicken so gut wie nie. Intern gibt es die Täter-Bezeichnungen „Gruppe Stettin“ und „Gruppe Warschau“. Beide brechen in Keller ein, die eine ist auf Fahrräder spezialisiert, die andere auf Sachwerte. Ausgeführt werden die Brüche zumeist von Bulgaren.
Woran aber liegt es, dass die Polizei so oft im Dunkeln tappt? Der Ermittler: „Erstens: Vor allem Kellereinbrüche werden erst Tage später bemerkt. Zweitens sind wir chronisch unterbesetzt. Drittens ist keiner von uns jünger als 40 Jahre. Die älteren Kollegen haben nicht mehr den Biss und die Motivation, Gespenstern hinterher zu jagen. Ohne Aussicht auf Erfolg.“
Hier fehlt die Metall-Schiene, die das Aufhebeln erschwert.
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Dieses Schloss ist korrekt, lässt sich nicht mit der Zange fassen.
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Unverschlossene Keller – eine Einladung für Diebe.
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Diese Metallschiene an der Tür verhindert das Aufhelben.
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Ein offenes Kippfenster zieht Diebe magisch an.
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Kommissar Marco Lindner prüft, ob die Tür verschlossen ist.
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Dieses umgebaute Transport-Rad wurde Restaurator Jörg Messing aus dem Keller gestohlen ...
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... wer es findet, bekommt einen Finderlohn.
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