350000 Berliner haben Jahreskarten abonniert. 2014 wurden über eine Million Monatskarten verkauft. Die Stammkunden sind für den Verkehrsverbund VBB (zu dem S-Bahn und BVG gehören) eine sichere Geldquelle.
Nun soll die ab 2016 noch mehr sprudeln. Der VBB plant, den Preis für die Monatskarte (AB) von 79,50 auf 81 Euro zu erhöhen. Mit Umland (ABC) kostet sie sogar 99,90 Euro (bisher 98,50 Euro). Teurer wird auch die Jahreskarte. Für die Zone AB soll sie 761 Euro (jetzt 740 Euro) kosten. Bei ABC steigt der Preis von 966 auf 986 Euro.
Über die VBB-Pläne ist Christine (32) aus Lichtenberg empört. „Es gab doch erst eine Erhöhung im Januar! Und jetzt wird an der nächsten geplant. Das ist eine Unverschämtheit! 1,50 Euro mehr für die Monatskarte sind für mich viel Geld. Ich hoffe, dass der Senat da nicht mitmacht.“
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Hannelore (61, links) aus Prenzlauer Berg: „Das macht mich wütend. Ich habe eine Jahreskarte. Meine Rente reicht dafür aber bald nicht mehr aus.“ Regina (68) aus Reinickendorf stimmt zu. „Wenn die Erhöhung kommt, kann ich mir von meiner Rente keine Umweltkarte mehr leisten.“
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„Die Zwangslage der VBB-Kunden wird ausgenutzt“, sagt Pietro (35), aus Pankow. „Als Koch brauche ich meine Monatskarte jeden Tag und der Preis entspricht schon jetzt einem Tageslohn. Eine richtige Begründung für die Erhöhungen gibt es meiner Meinung nach nicht.“
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Angelika (54), Putzfrau aus Mitte: „Die Fahrzeiten werden nicht eingehalten. Erst gestern hat mich ein Bus an der Haltestelle nicht mitgenommen und einfach stehen lassen. Und jetzt wollen die noch höhere Preise? Da kann ich verstehen, dass viele Berliner schwarzfahren!“
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Selina (25), Studentin aus Friedrichshain, ist aufgebracht. „Die Bahn-Abteile waren im Sommer nicht richtig klimatisiert“, sagt sie. „Am Standard hat sich seit Jahren nichts verändert, die Bahnen sind veraltet. Trotzdem soll meine Monatskarte bald mehr kosten. Das ist großer Mist!“
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Der Einzelfahrschein für Gelegenheitsfahrer soll dagegen mit 2,70 Euro (AB) und 3,30 Euro (ABC) nicht teurer werden.
Am 30. September will der VBB-Aufsichtsrat, in dem die Länder Berlin und Brandenburg sitzen, den Plan absegnen. „Für die Erhöhungen gibt es keinen Grund“, sagt Grüne-Verkehrsexperte Stefan Gelbhaar. „Sie bestraft die Stammkunden dafür, dass sie ausgefallene, überfüllte und nicht klimatisierte Züge ertragen müssen.“ Warum der VBB das macht? „Man gönnt den Einzelfahrscheinkäufern eine Pause, die bisher mehr zur Kasse als die Stammkunden gebeten wurden“, so ein Insider. NKK,ISB
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