Postscheckamt

Plakat-Protest, weil Rot-Rot-Grün gegen Wohnungsbau mauert

Eine andere Gegenwehr falle ihm nicht ein, verkündete der Bauherr.

Ulrich Paul
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Riesen-Plakat wegen Riesen-Zoffs ums Postscheckamt: Bauherr wirft Stadtrat „Dilettantismus“ vor.

Riesen-Plakat wegen Riesen-Zoffs ums Postscheckamt: Bauherr wirft Stadtrat „Dilettantismus“ vor.

© Ulrich Paul

182 Einheiten seien gefördert, 55 weitere „preisgedämpft“, heißt es weiter, und der Senat sehe der Blockade durch den Bezirk zu. Eine andere Gegenwehr falle ihm nicht ein, erklärte Gröner die Aktion, weil es nach Jahren der Planung nicht voranginge. 2013 hatte seine Firma das Hochhaus gekauft, das die Postbank nicht mehr brauchte.

Ein Gespräch soll Stillstand im Verfahren verhindern

Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) weist den Vorwurf zurück: Ursache der Verzögerung sei, dass Gröner sein Konzept geändert habe: Statt 64 Prozent der Fläche sollen nur noch 57 Prozent Wohnraum werden, der Gewerbeanteil entsprechend wachsen. Er wirft Gröner renditegetriebene Tricksereien mit „angeblichem“ Bürgerwillen vor, der Unternehmer wiederum bescheinigt Schmidt Dilettantismus.

Die Senatsverwaltung für Wohnen von Katrin Lompscher (Linke) hat zwar eine „Clearingstelle“ für derlei Streitigkeiten. Die habe sich aber für nicht zuständig erklärt, verkündete Gröner. Die Verwaltung vermeldete, sie könne die politische Willensbildung im Bezirk nicht ersetzen. Die Clearingstelle sei dafür nicht geeignet.

Jetzt soll Lompschers Staatssekretär Sebastian Scheel (Linke) die Kuh vom Eis holen: Es soll ein Gespräch bei ihm geben, an dem Bezirksamt und Gröner teilnehmen. So soll verhindert werden, dass das Verfahren zum Stillstand kommt. 

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