Keine Spur von schlechter Laune oder Enttäuschung darüber, dass er selbst zum Saisonstart beim 2:2 bei den Bayern 90 Minuten auf der Bank saß. „Damit sollte kein Spieler der Welt zufrieden sein“, sagt Kalou zwar, äußert aber auch Verständnis für die personellen Entscheidungen von Trainer Ante Covic. „Das Spiel lief für uns, wir hatten ein gutes Gefühl. Deswegen gab es auch keinen Grund, etwas zu ändern.“
Ganz anderer Spiel-Charakter
Ganz anders sind die Voraussetzungen für das Spiel gegen Wolfsburg (Sonntag, 18 Uhr). „Die Partie hat einen ganz anderen Charakter. Zu Hause müssen wir dominanter auftreten, mehr Chancen kreieren“, erklärt der Ivorer.
Eine Spielidee, die noch immer wie für ihn gemacht ist. Der Routinier ist in seinem sechsten Hertha-Jahr sicherlich nicht mehr der Schnellste, dafür weiterhin unglaublich ballsicher. Außerdem verfügt er neben Kapitän Vedad Ibisevic (35) über den ausgeprägtesten blau-weißen Torriecher.
"Stehe vorm ersten Saisontor"
Vielleicht wählte Hertha auch deswegen einen jubelnden Kalou für die Werbeplakate für das erste Heimspiel der Saison aus. Kalou freut’s: „Das bedeutet, dass ich kurz vor meinem ersten Saisontor stehe.“
Die Vorfreude auf die Heimpremiere sorge für die nötige Anspannung – und senkt damit auch das Risiko, vom Bayern-Fluch heimgesucht zu werden. Kalous Rezept gegen eine Sieglos-Serie: „Sofort gewinnen. Dann hat der Fluch keine Chance. Wir müssen den Fans zeigen, dass wir zu Hause guten Fußball spielen können“, fordert Kalou. Tritt die Plakat-Vorhersage ein, stehen die Chancen umso besser.
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