Die Polizei bestätigte, dass der 25-Jährige in einer Straßenbahn in der Straße Am Fennpfuhl drei Frauen derart massiv bedroht hatte, dass diese den Notruf gewählt hatten. Gegenüber den eingetroffenen Polizeibeamten beschrieben die Frauen den von der Elfenbeinküste stammenden Afrikaner als „wahnsinnig“. Zudem soll er auch hier die Einsatzkräfte bedroht haben. Ein Polizeisprecher: „Es laufen Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.“
In der Nacht zu vergangenem Sonntag griff der Mann dann Passanten an der Louis-Lewin-Straße an und versuchte, einem Motorradfahrer mit einer Eisenkette gegen den Kopf zu schlagen. Auch die alarmierten Einsatzkräfte soll der 25-Jährige bedroht haben. Schließlich zog eine Polizistin ihre Waffe und schoss dem Mann in den Oberkörper.
Warum die Frau auf den mindestens zehn Meter entfernten Mann schoss und ob der Einsatz der Dienstwaffe gerechtfertigt war, ist noch unklar. Bislang hat die Polizistin noch keine Aussage gemacht. Da sie wegen der Schussabgabe derzeit als Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren geführt wird, steht ihr ein Aussageverweigerungsrecht nach dem Gesetz jedoch zu.
Auch der 25-jährige Afrikaner, der 2012 von der Elfenbeinküste nach Berlin kam und zuletzt in einem Flüchtlingsheim am Blumberger Damm lebte, konnte noch nicht aussagen: Er liegt im künstlichen Koma. Deshalb suchen die Ermittler der vierten Mordkommission weiterhin Zeugen des Vorfalls, vor allem den angegriffenen Motorradfahrer. Telefonnummer: 4664 911 444.
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