Polizei-Suche läuft auf Sparflamme

Liebe Berliner, bitte helft uns, Paul zu finden

Claudia Keikus
Lesezeit 2 Min

Berlin - Sie haben seit Silvester kaum ein Auge zu gemacht. Stunde und Stunde zwischen Hoffen und Bangen. Angelika und Peter Bethke fürchten um das Leben ihres Sohnes Paul (33). Der geistig Behinderte ist jetzt schon vier Tage weg. Obwohl Paul auf dem Stand eines Kindes ist, gab es bisher keine Polizei-Großsuche.Ein Unfall, ein Verbrechen, eine Entführung. Die tapferen Eltern von Paul Bethke sind auf alles gefasst. Sie haben selbst alles getan, um ihren Sohn zu finden. "Mein Mann läuft immer wieder Pauls Lieblingswege ab. Er ist gerne am Kudamm auf und ab gegangen, durch unser Viertel an der Hektorstraße. Besonders liebt er das Kabarett "Die Distel", sagt Angelika Bethke. Pauls Eltern haben 12 Kliniken angerufen, immer wieder die Polizei und die Feuerwehr. Niemand kann helfen. Die zuständige Direktion 2 sucht jedoch nicht so nach Paul, wie sie es nach einem Kind tun würde.Paul kommt aus Eutin (Schleswig-Holstein), kennt außer seinen Eltern in Berlin nur seinen älteren Bruder. Da ist er nicht. An Pauls Lieblingsorten jedoch oder den nicht weit von der Wohnung entfernten Halen- und Lietzensee haben sich die Fahnder noch nicht umgeschaut. "Für Suchmaßnahmen mit Einsatzhundertschaften fehlt es an Hinweisen bzw. Anhaltspunkten.", sagt ein Polizeisprecher.Immerhin entschloss sich die Behörde gestern Abend zur öffentlichen Fahndung. Hinweise unter Tel.: 46 64 27 10 10.------------------------------BU: Paul trug eine braune Winterjacke mit Reflektorstreifen und eine rote Mütze.

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