Für 14 bis 16 Monate geht ab Mai 2012 an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße nichts mehr. Der Grund: Die U5 wird ausgebaut, auch an der U6 wird dann gewerkelt. Der U-Bahnhof Französische Straße wird dichtgemacht, es soll ein riesiger Kreuzbahnhof entstehen. Bauherr ist die BVG. Dort heißt es aber: „Die Umfahrung des Baustellenbereichs ist nicht unser Thema.“
Eine mögliche Nord-Süd-Verbindung wäre die Umfahrung über die Wilhelmstraße. „Wir wollen, dass Autos wieder durch die Wilhelmstraße fahren dürfen“, fordern Politiker wie Uwe Lehmann-Brauns (CDU), Vize-Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin. Dafür müssten aber die Poller vor der Britischen Botschaft weichen. Dort sagt man: „Unsere Sicherheit ist Sache der Berliner Behörden.“
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Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 ist die Wilhelmstraße teilgesperrt. Nach einem Anschlag auf eine britische Einrichtung in der Türkei 2003 wurden beide Fahrstreifen vor der Botschaft komplett dichtgemacht. Bis zu acht Polizisten wachen dort seitdem täglich. Begründet wird das mit der Sicherheitslage. Fakt ist aber: Keine andere Botschaft in Berlin ist dermaßen abgeriegelt. Und keine andere Ausfallstrecke wird bald so sehr benötigt.
Zuständig für die Sicherheit der Berliner Botschaften ist Innensenator Ehrhart Körting (SPD). Der lässt die Sicherheitslage und eine Öffnung gerade durch das LKA prüfen. Das Ergebnis wird in den nächsten Tagen erwartet. Hinter vorgehaltener Hand rechnen aber viele damit, das alles beim Alten bleibt ...
Nicht nur die Autofahrer werden ab Mai die Leidtragenden sein. Richtig arm dran sind auch die Gewerbetreibenden an der Baustellen-Kreuzung. Die haben natürlich Angst, dass ihnen die Kunden wegbleiben.
SKA
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