Der Druck auf die Profis vor der Partie beim Außenseiter in Ostthüringen, bei dem man nichts gewinnen, aber alles verlieren kann, ist riesig. Bei einer Pleite wäre die blau-weiße Euphorie in der Stadt wie weggeblasen. Seit einem Jahr, seit dem Abstieg, stehen die Fans so stark wie nie hinter ihrem Klub. Die Begeisterungswelle nach dem Wiederaufstieg mit dem Meistertitel in Liga 2 ist riesig. Doch bei einer Pleite in Meuselwitz wäre die Vorfreude auf den Bundesliga-Start nächsten Sonnabend gegen Nürnberg dahin.
Bei Hertha wollen alle den schlechten Ruf im Pokal loswerden. Meistens war in der zweiten Runde gegen unterklassige Teams Schluss. Trainer Markus Babbel: „Bis zum letzten Jahr wusste ich nichts von Herthas Tradition im Pokal, habe sie aber selbst miterlebt (1:2 beim damaligen Drittligisten TuS Koblenz/die Red.). Wir werden alles daran setzen, dies zu ändern.“
Das letzte Heimspiel im Pokal liegt über neun (!) Jahre zurück. Im Januar 2002 unterlag Hertha im Viertelfinale mit 1:2 gegen Köln. Nein, es soll diese Saison anders werden. Alle wollen DAS Pokalheimspiel – das Finale im Mai.
„Wir wissen um die tiefe Sehnsucht in der Stadt. Deshalb beginnt der Weg mit dem ersten Spiel am Sonntag – das wollen wir unbedingt gewinnen“, sagt Manager Michael Preetz. Wenn nicht, wäre es ein ganz schlechter Meuselwitz ...
W.H.
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