Pöbeleien, Drohungen, Schläge

Der Passanten-Schreck vom Mauerpark

16 Straftaten in nur sechs Wochen.

Kerstin Rebien
Lesezeit 2 Min

Zwei Anklagen. Pöbeleien, Schläge wie aus dem Nichts und üble Bedrohungen. 16 Straftaten in nur sechs Wochen. Als die Serie im September begann, war Günter P. gerade drei Wochen in Freiheit.
Als Mauerpark-Schreck erlebten ihn zwei junge Männer. P. fühlte sich „angemacht“. Polternd der geübte Kriminelle: „Wollt ihr kämpfen?“ Sie wollten nur weg von dem bulligen Typen. Er langte zu.

Unbelehrbarer Gewalttäter

Gleichgültig nun zum Richter: „Hier ’ne Schelle, da ’ne Schelle.“ Oder vor einem Kino. Fremde lachten. Er bezog es auf sich: „Wurde belästigt und habe ein Küchenmesser aus meiner Wohnung geholt.“ Laut Anklage drohte P. aggressiv. Das bestreitet er nun: „Hatte das Messer nur in meinem Ärmel.“

Ein Gewalttäter mit neun Mal Knast seit 1976. Meist Raub und Körperverletzung. Unbelehrbar: 1986 – P. saß sieben Jahre als Räuber – trat er sogar im Knast einen Mitinsassen zum Krüppel. Es gab dreieinhalb Jahre und Sicherungsverwahrung als äußerste Härte. Bis 2013 war er weggeschlossen, kam mit der Auflage „Alkoholverbot“ frei. P.: „Habe ich mich nicht dran gehalten – war auf die Entlassung nicht vorbereitet, Ärger mit Ämtern, kein Geld.“ 2014 bekam er nach Pöbeleien zwei Jahre. Ist er zu stoppen? Urteil: Mittwoch. KE.  

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