Zehn Geschosse, weiß-graue Fassade, dazwischen Grünflächen. Drinnen, in einer der erhaltenen Wohnungen: grüne Velour-Couch, Blumentapete, blau-weißes DDR-Geschirr, drei Zimmer mit Bad und Wanne. Hundert Jahre ist es her, dass in Friedrichsfelde die ersten Betonplatten aneinandergesetzt wurden. Aus der Idee wurden Millionen Wohnungen und für viele der schönste Umzug ihres Lebens. Die Häuser stehen noch, aber etwas hat sich verschoben: wer heute darin wohnt und warum.
Früher waren sie schick und begehrt, heute zählen die Platten-Siedlungen am Stadtrand zu den ärmeren Vierteln Berlins.
© Soeren Stache
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