Plakate gegen Kampfradler

Prenzlauer Berg sagt Rad-Rambos den Kampf an

Auf Plakaten wird jetzt im Prenzlauer-Berg-Kiez einer besonders rabiaten Berliner Spezies der Kampf angesagt: den Kampfradlern.

BK
Lesezeit 2 Min

Die gelb-schwarzen Poster sieht man in der Kastanienallee. „Kampf den Kampfradlern. Rücksicht statt Vorfahrt. Auf all unseren Wegen“ steht auf den Plakaten. Dazu wird ein militanter Radler gezeigt, dessen Kopf wie eine Handgranate aussieht und der rücksichtslos über einen Zebrastreifen rollt, auf dem er eigentlich absteigen müsste

Mit den Plakaten sind die Fahrrad-Rambos gemeint, die nicht nur im Prenzlauer Berg bei Rot über Ampelkreuzungen rollen und auf Straßen und Gehwegen entlang rasen, ohne Rücksicht auf Fußgänger zu nehmen.

© dpa Lizenz

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Unklar ist, wer sich diese Aktion ausgedacht hat. Auf den recht professionell wirkenden Plakaten ist kein Hinweis auf die Urheber vorhanden. „Anonym ist immer ein wenig feige“, sagt der Pankower Stadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne), der für Ordnung im Bezirk sorgt. Aber er findet, dass die „Kampfradler“ durchaus ein großes Diskussions-Thema im Bezirk ist.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht das natürlich nicht so und regiert sauer, kritisiert die Plakate als radlerfeindlich. „Ich verstehe nicht, woher diese Aggressivität kommt“, sagt die ADFC-Landesvize Martina Schneider. NKK

© Thomas Lebie Lizenz

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