Plakat-Vorstellung

Linke will jetzt wirklich Wahlkampf machen

Zu lange lieb gewesen, das hat den Linken nicht gut getan: Eine kämpferische Kampagne mit sozialem Schwerpunkt soll die Partei aus dem Umfragetief holen.

BK
Lesezeit 2 Min
Senator Wolf setzt auf Sozial-Themen.

Senator Wolf setzt auf Sozial-Themen.

© dpa Lizenz

Die Linken seien wie der Berliner Sommer, verkündete Parteichef Klaus Lederer beim Vorstellen der Wahlplakate: „Eigentlich sind wir gut gelaunt, aber wir können auch umgemütlich werden.“

Wirtschaftssenator Harald Wolf setzt als Spitzenkandidat auf die Themen Mieten und Arbeit, er will mehr Lehrer und den Rückkauf privatisierter Versorgungsunternehmen wie der Wasserbetriebe. Für Wahlforscher Dr. Holger Liljeberg von der „Info GmbH“ sind das die richtigen Themen für die Linke. Dir müssten ihre eigenen Erfolge mehr loben, auch mal „auf die Pauke hauen.“

Grüne: „Altbackene Werbung. Ein gestelltes Foto wie aus dem Passbildautomaten. Das ist CDU in Grün. Und die Aussage ist banal.“

Grüne: „Altbackene Werbung. Ein gestelltes Foto wie aus dem Passbildautomaten. Das ist CDU in Grün. Und die Aussage ist banal.“

© Lizenz

Die Linke zeigte auf ihrem Plakat, dass der Fluglärm West sie nicht interessiert.

Die Linke zeigte auf ihrem Plakat, dass der Fluglärm West sie nicht interessiert.

© Lizenz

CDU: „Sich herablassend über andere zu äußern, wirkt unsympathisch. Das ist Werbung mit dem Vorschlaghammer auf Stammtisch-Niveau und gestalterisch unterste Liga.“

CDU: „Sich herablassend über andere zu äußern, wirkt unsympathisch. Das ist Werbung mit dem Vorschlaghammer auf Stammtisch-Niveau und gestalterisch unterste Liga.“

© Lizenz

SPD: „Berlin ist eine ganz besondere Stadt mit ganz vielen Lebensentwürfen, das zeigt die SPD sehr gelungen. Zeitgemäße Werbung, intelligent und modern.“

SPD: „Berlin ist eine ganz besondere Stadt mit ganz vielen Lebensentwürfen, das zeigt die SPD sehr gelungen. Zeitgemäße Werbung, intelligent und modern.“

© Lizenz

Das wird die Partei auch im Kampf mit dem RBB. Der hatte Harald Wolf nicht zum Duell mit Klaus Wowereit geladen. Lenkt der Sender nicht ein, käme sogar ein Rechtsstreit in Frage. SAL

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema