Trockene Wälder

Pilzsammler haben dieses Jahr wenig Glück

Ein Pilzexperte hat aber noch Hoffnung für die Saison.

BK
Lesezeit 2 Min
Volle Körbchen werden in diesem Jahr nur Pilzsammler haben, die bei der Planung ihrer Touren flexibel auf das Wetter reagieren können.

Volle Körbchen werden in diesem Jahr nur Pilzsammler haben, die bei der Planung ihrer Touren flexibel auf das Wetter reagieren können.

© Patrick Pleul/dpa

Pilzsammler in Brandenburg: Ein Pilzexperte noch Hoffnung für die Saison

2018 war seinen Angaben zufolge auch nicht „berauschend“ für Pilzsammler. Im Oktober habe es „ein bisschen was“ gegeben, aber doch verhältnismäßig wenig. In manchen Waldstücken hätten Sammler Anfang November jedoch noch einige Maronen-Röhrlinge finden können. Beim Giftnotruf der Berliner Charité gingen trotz des schlechten Pilzjahres bereits durchschnittlich viele Notrufe wegen vermeintlicher Pilzvergiftungen ein. Von April bis Ende August waren es 226, im Vorjahreszeitraum gut 100 weniger. Im Superpilzjahr 2017 gab es deutlich mehr Anrufe, wie die Leiterin des Giftnotrufs, Daniela Acquarone, erklärte. Knapp ein Drittel der Anrufe stammen dabei aus Berlin und Brandenburg, die anderen aus dem restlichen Bundesgebiet.

Auch der Landesverband der Pilzsachverständigen bietet Pilzberatung an. Oft melden sich Eltern, wenn ihre Kinder im Park vielleicht einen unbekannten Pilz gegessen haben könnten, wie Bivour sagte. Die Experten seines Verbands könnten dann oft zumindest ausschließen, dass es sich um einen Giftpilz handelt. Etwa 15 Anrufe habe er in diesem Jahr schon bekommen - mehr als sonst. Der Verband sucht nach weiteren Fachkundigen, die solche kostenlosen Pilzberatungen anbieten, auch in Sprechstunden oder auf Wochenmärkten. (dpa)

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema