Piks-Alarm

Berlin droht Mücken-Plage

Expertin: Dank des Wetters können sich die Biester so richtig schön fortpflanzen.

Norbert Koch-Klaucke
Lesezeit 2 Min
Die Mücke: Mit ihrem Rüssel saugt sie Blut aus unserem Körper, um sich fortpflanzen zu können. 

Die Mücke: Mit ihrem Rüssel saugt sie Blut aus unserem Körper, um sich fortpflanzen zu können. 

© Getty Images/iStockphoto

Das milde Wetter und die Gewitterregen zu Pfingsten, die für viele Pfützen in der Stadt sorgten, sind ideale Fortpflanzungsbedingungen für die surrenden und stechenden Biester. „Da es im März auch schon recht warm war, sehen wir bei einigen Arten schon die zweite und dritte Mücken-Generation“, sagt Doreen Walther (33), Biologin und Insekten-Expertin am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) im brandenburgischen Müncheberg. „Bleibt das Wetter auch im Sommer so, wird es deutlich mehr Mücken als in den Vorjahren geben.“

Fies ist auch die Kriebelmücke

28 Mückenfamilien gibt es in Deutschland. In Berlin ist es die gemeine Hausmücke, die uns dann das Leben schwer machen wird. „Die Weibchen brauchen das Eiweiß aus unserem Blut für die Ei-Bildung in ihrem Körper“, sagt die Expertin. „Eine Mücke kann im Idealfall für bis zu einer Milliarde Nachkommen sorgen.“ Angelockt werden die Biester vom Kohlendioxid, das wir Menschen ausatmen. „Auch vom Körpergeruch, den Mückensprays mit ihrem Parfümduft nur kurzzeitig übertünchen“, sagt Walther. „Sich gründlich Waschen ist daher der beste Schutz.“

Fies ist auch die Kriebelmücke, die auf dem ersten Blick Fliegen ähneln, und die seit einem Jahr auch in Berlin vermehrt vorkommt. Sie kriechen gerne unter die Kleidung, ihr Piks kann zu heftigen Schwellungen führen. Kratzen an den juckenden Hautstellen sei bei allen Mückenstichen verkehrt, so die Expertin. „Erst dadurch kann es zu Eiterungen oder Ödemen kommen“, sagt Doreen Walther.

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