Der Reifen ist platt oder der Regenschirm gibt bei einem plötzlichen Schauer den Geist auf: Nicht wenige Menschen fürchten solche Situationen gerade dann, wenn der 13. auf einen Freitag fällt. Um nicht „vom Regen in die Traufe“ zu geraten, sind viele am heutigen Datum besonders vorsichtig. Doch woher kommen altbekannte Redewendungen rund um das Unglück?
Warum kommt man „vom Regen in die Traufe“?
Wer erst in ein kleines Übel gerät und kurz darauf in einen noch schlimmeren Schlamassel, der kommt „vom Regen in die Traufe“. Diese Redewendung soll aus dem 17. Jahrhundert stammen und hat ursprünglich etwas mit der Wetterlage zu tun. Als Traufe wird die Tropfkante am unteren Ende eines Daches bezeichnet. Das Wort leitet sich aus dem Althochdeutschen „trouf“ für „triefen“ ab. Wer unter einem Dach Schutz vor Regen sucht, aber in die Traufe gerät, wird mitunter klitschnass – und noch schlimmer durchnässt als im Schauer.
„Pechsträhne“ und Co – warum haben wir „Pech“?
„Pechsträhne“, „Pechvogel“, „vom Pech verfolgt“ oder schlicht „Pech haben“ – das Deutsche ist voller Floskeln rund um die schwarze Flüssigkeit. So ganz weiß man nicht, warum. Es kann daher kommen, dass man früher, um Bier zu lagern, Fässer von innen mit Pech bestrichen hat. Wer dann später im Bierglas die schwarzen Stückchen gefunden hat, hatte Pech. Oder vielleicht kommt es auch von einer alten Jagdmethode, bei der Jäger Äste mit Pech bestrichen haben, damit Vögel daran kleben bleiben. So wurde das Tier dann wortwörtlich zum „Pechvogel“.
Pech gehabt: die schwarze Flüssigkeit ist der Ursprung vieler deutscher Redewendungen.
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Warum treten wir ins „Fettnäpfchen“?
Wer seinen Freund oder eine Arbeitskollegin unbedacht kränkt, tritt sprichwörtlich in den Fettnapf. Der Begriff hatte schon in seiner ursprünglichen Bedeutung mit Ungeschicklichkeit zu tun. In Bauernhäusern hat wohl früher in der Nähe der Tür eine Schale mit Fett gestanden. Damit konnte das Leder nasser Stiefel beschmiert werden, damit es nicht brüchig wird. Zum Ärgernis wurde es für den Hausbesitzer aber, wenn jemand nicht aufpasste, das Näpfchen umstieß und sich Fettflecken auf der Diele ausbreiteten.
Warum kommen wir „in die Bredouille“?
Gerät jemand in Bedrängnis, fällt hin und wieder jenes französische Wort, das ursprünglich „Dreck“ oder „Matsch“ bedeutet. Der Ausdruck lässt sich wohl auf die Revolutionszeit zurückführen. Zwischen 1789 und dem Wiener Kongress (1815) hätten französische Truppen umfangreich Land besetzt. Dabei seien Kampfverbände immer wieder in missliche Lagen gekommen, also „in Bredouille“ geraten. Vielleicht kommt die Redewendung aber auch von einem Brettspiel. Bei der französischen Backgammon-Variante Tricktrack ist die „Bredouille“ ein Spielvorteil, bei dem der Gegner in der Patsche sitzt.
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