Salt Lake City - Sie zeigte die Siegerfaust! Claudia Pechstein ist 10 Tage nach Ablauf ihrer Unrechts-Dopingsperre mit fast 39 Jahren bei ihrem Weltcup-Comeback in Salt Lake City zurück in die Eisschnelllauf-Weltspitze gestürmt. Die fünfmalige Olympiasiegerin lief im 5000-m-Rennen unglaubliche 6:51,63 Minuten und qualifizierte sich damit für die WM in Inzell (10. bis 13. März). Was für ein Kufen-Märchen.Als Trainer Achim Franke sie kurz nach ihrem Lauf im Olympic Oval von Salt Lake City herzlich umarmte, konnte Pechi ihr Glück kaum fassen. Sie hatte es allen Kritikern gezeigt. "Es ist einfach traumhaft gelaufen", strahlte sie über die viertschnellste Zeit ihrer Karriere. Zu Hause köpften Mutter Monika und Vater Andreas eine Flasche Sekt. "Sie hat sofort angerufen", erzählte die stolze Mama dem KURIER.Doch es gab noch bange Minuten. Der Weltverband ISU erwog eine Disqualifikation. Bei einem Überholmanöver kurz vor dem Ziel hatte Pechi gegen Maria Lamb (USA) die Hand ausgefahren, um einen Sturz zu verhindern. Erst nach einer Stunde war alles klar. Aufatmen! Pechis Manager Ralf Grengel war außer sich: "Das hätte jetzt noch gefehlt, dass es hier eine Disqualifikation gibt. Unglaublich!"Fazit von Freund Matthias Große, der seine Pechi an der Strecke anfeuerte: "Sie ist einfach eine ganz Große." Die morgen versuchen wird, sich auch über 1500 m das WM-Ticket zu sichern.------------------------------BU: Pechi läuft mit voller Konzentration.
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