Paschas blutiges Ende

Berliner Rottweiler verletzt fünf Menschen und wird erschossen

Wieder schockt ein wildgewordener Kampfhund Deutschland.

BK
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Ein Rottweiler hat in München mehrere Menschen derart attackiert, dass er von der Polizei erschossen wurde (Symbolbild). 

Ein Rottweiler hat in München mehrere Menschen derart attackiert, dass er von der Polizei erschossen wurde (Symbolbild). 

© dpa

Wieder schockt ein wildgewordener Kampfhund Deutschland. Diesmal attackierte dieser fünf Münchener, darunter drei Polizisten. Mitverantwortlich für die blutigen Beißattacken soll auch die Hundebesitzerin aus Berlin sein.

Gegen die 26 Jahre alte Frau aus der Hauptstadt wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. „Wir müssen jetzt prüfen, ob es sich um eine vorsätzliche oder fahrlässige Tat handelt“, sagt eine Münchener Polizeisprecherin. Die Berlinerin war am Samstagabend mit ihrem Lebensgefährten (49) und dem einjährigen Rottweiler Pascha in München unterwegs, als ihr Hund auf Passanten losging. 

Hundebesitzerin wollte flüchten

Der Berlinerin wird vorgeworfen, den jungen Kampfhund gegen 18.30 Uhr ohne Leine und Maulkorb auf dem Parkplatz im Innenhof neben dem Intercity Hotel aus dem Auto gelassen zu haben. Ein Fußgänger weckte den Jagdtrieb des Hundes. Pascha stürmte auf den arglosen Mann (27) zu und biss ihn. 

Geschockte Zeugen wählten den Notruf. Die Hundehalterin schaffte es schließlich gemeinsam mit ihrem Freund (49), den Rottweiler wieder ins Auto zu sperren – in dem auch ein Kind saß. Doch dann wollte die Hundebesitzerin plötzlich flüchten. Eine Zeugin verhinderte das und forderte die 26-Jährige auf, ihre Personalien zu hinterlassen. Dem kam die Berlinerin aber nicht nach.

Vier Schüsse töten den Hund

Statt den Hund anzuleinen, eskalierte die Situation erneut. Ohne Maulkorb sprang er aus dem Auto. Ein Fußgänger (25) versuchte zu flüchten. Zeugen sprachen später von Jagdszenen, wobei der junge Mann durch einen Biss verletzt wurde. 

Alarmierte Polizisten versuchten, das Tier zu stoppen. Dabei wurde eine Polizistin (20) schwer verletzt. Ihre Wunden am Arm mussten mit 27 Stichen genäht werden. Auch zwei ihrer Kollegen, ein Polizist (27) und ein Bundespolizist (24), wurden von dem Hund attackiert. Die beiden Beamten sollen dann mit mindestens vier Schüssen Pascha getötet haben. 

Jetzt wird geprüft, ob der Hund ein reinrassiger Rottweiler war und laut Hundeverordnung einen Maulkorb hätte tragen müssen. Dafür wird die Berlinerin erneut vernommen. 

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