„Im Märkischen Viertel ist derzeit geplant, sukzessive bis 2019 in allen Wohnanlagen rund 4 900 Stellplätze in die Parkraumbewirtschaftung zu integrieren“, erklärte Gesobau-Sprecherin Birte Jessen auf KURIER-Anfrage. 35 Euro pro Monat soll ein Stellplatz kosten. Die ersten Mieter wurden jetzt informiert. Sie haben bis zum 16. Juni Zeit, sich zu entscheiden.
Sven Margenfeld unterstützt die Pläne für die Parkraumbewirtschaftung. „Ich finde es gut, weil man einen festen Parkplatz bekommt“, sagt der 46-Jährige. In anderen Städten sei das Parken noch teurer als in Berlin.
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Für den Fall, dass die Nachfrage größer ist als die Zahl der Stellplätze, sollen die Plätze per Los vergeben werden. Das Echo unter den Mietern ist gespalten. „Mir ist das zu teuer, ich habe zwei kleine Kinder“, sagt die 37-jährige Islim Imrak. Doch es gibt auch Zustimmung: „Ich finde es gut, weil man dann einen festen Parkplatz hat“, argumentiert der 46-jährige Sven Margenfeld.
Hakan Akar, der in einer Bäckerei am Eichhorster Weg arbeitet, hört von seinen Kunden viele Beschwerden über die geplanten Gebühren. „Ich finde es unfair den Leuten gegenüber, die wenig Geld haben“, sagt er.
Claudia Zentner muss zurzeit noch nicht extra fürs Parken zahlen. Und sie hat auch nicht die Absicht, das zu tun. „Wir zahlen keine 35 Euro für einen Parkplatz. Das ist uns zu teuer“, sagt die 48-Jährige.
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Wer wenig Geld hat, werde künftig noch schwerer einen Parkplatz finden, weil er mit allen anderen um die wenigen freien Flächen auf der Straße konkurrieren müsse. Die Gesobau verteidigt ihre Pläne. Zum einen solle das „wilde Parken“ durch Nichtmieter und das Verstellen von Feuerwehrzufahrten verhindert werden.
Zum anderen ergebe sich für die Mieter ein „Komfortgewinn“, wenn sie einen eigenen Parkplatz haben, so Birte Jessen. Nach Abschluss der Modernisierung der Wohnungen im Märkischen Viertel werde jetzt die Modernisierung und Instandsetzung der Parkplatzflächen angegangen. Circa 13,3 Millionen will die Gesobau investieren.
Monika Rau aus dem Eichhorster Weg unterstützt die Pläne für die Parkraumbewirtschaftung. „Ich finde es gut“, sagt die 66-jährige Rentnerin. „Es stehen zu viele Autos auf den Parkplätzen, die dort gar nicht hingehören.“
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Der Mieterverein beurteilt die Pläne kritisch. Es habe einen „faden Beigeschmack“, dass die Wohnungsbaugesellschaft kurz nach Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem Senat, in der sich das Unternehmen zur Begrenzung des Mietanstiegs verpflichtet, das Parken kostenpflichtig mache. Es bleibe zu hoffen, dass nicht noch weitere Schlupflöcher gefunden werden, um mehr Geld zu kassieren.
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