Parkläufer im Visier

Hat Berlin ein neues Dealer-Problem?

Sie sollen für Ordnung sorgen. Doch einige von ihnen verticken selbst Drogen.

Andreas Kopietz Lutz Schnedelbach
Lesezeit 2 Min
Im Schlesischen Busch wird gegrillt, Hunde laufen ohne Leine, und Drogen werden gedealt.

Im Schlesischen Busch wird gegrillt, Hunde laufen ohne Leine, und Drogen werden gedealt.

© Berliner Kurier / KOB

Erkennbar an ihren grünen Jacken und Shirts, sollen die neuen Parkläufer, die seit Juni unterwegs sind, die Besucher der Grünanlagen darauf ansprechen, ihren Dreck wegzuräumen, ihre Hunde anzuleinen und keine Drogen zu verticken. Insgesamt vier Millionen Euro machte der Senat dafür bis Ende des Jahres locker.

Im Schlesischen Busch wimmelt es von Drogen

Zumindest im Schlesischen Busch (Treptow) an der Grenze zu Kreuzberg gibt es den Verdacht, dass die Parkläufer mit Dealern gemeinsame Sache machen. Die BZ zitiert einen Ordnungsamtsmitarbeiter: „Die Parkläufer sitzen dort mit den Dealern zusammen und haben selbst Drogen in der Tasche. Wenn sie Feierabend haben, ziehen sie ihre grünen Kutten aus und beteiligen sich am Verkauf.“ Auch Besucher hätten sich beim Ordnungsamt beschwert. Im Schlesischen Busch wimmelt es von Dealern. Sie drücken sich vor allem am alten Grenz-Wachturm herum.

Parkranger sollen in den Parks für Ordnung sorgen.

Parkranger sollen in den Parks für Ordnung sorgen.

© KOB

Der zuständige Bezirksstadtrat Rainer Hölmer (SPD) sagte dem KURIER: „Die Leiterin des Straßen- und Grünflächenamtes ist diesen Hinweisen unmittelbar nachgegangen. Es wird kurzfristig weitere Gespräche mit dem Ordnungsamt und dem vom Straßen- und Grünflächenamt beauftragten Unternehmen, bei dem die Parkläufer beschäftigt sind, geben.“ Sollten sich die Hinweise als belastbar erweisen, werde man Anzeige erstatten. 

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