Die Feuerwehr hatte um 16.55 Uhr den „Ausnahmezustand Wetter“ ausgerufen. Die Berliner wurden dazu aufgerufen, bei Sturm und Gewitter im Haus zu bleiben. Um 18.55 Uhr war der Ausnahmezustand beendet, wie die Feuerwehr auf Twitter mitteilte. Sie verzeichnete mehr als 40 Einsätze. Verletzt wurde niemand. Der Deutsche Wetterdienst hatte vor Gewittern mit Sturmböen in Berlin und Brandenburg gewarnt.
Durch die Orkan-Böen ist ein Baum auf die Straße Alt-Buch gestürzt. Verletzt wurde nach Informationen dieser Zeitung niemand.
© Diday Media
Sturmtief Elena: auch bei uns Böen bis zu 100 km/h möglich
Es ist soweit: Berlin und Brandenburg erleben die letzten Stunden dieses Sommers mit spektakulären Höchstwerten von bis zu 32 Grad im Süden und beachtlichen 26 Grad im Norden Brandenburgs, so die Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Schon am Freitagabend ist es damit vorbei: Stunde um Stunde rückt uns eine massive Kaltfront aus dem Westen auf die Pelle. Sturmtief Elena sorgt für kräftige Böen, die sich nach letzten Berechnungen von Freitagnachmittag auch in Berlin bis zur Orkanstärke aufdrehen könnten: Im Extremfalle können am frühen Abend Windstärken von bis zu 120 km/h in der Hauptstadt auftreten, warnt Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net)
Zum Nachmittag wird auch zunächst leichter Regen aufziehen, der aber in der Nacht wieder abklingt. Der Fall der Temperaturen wird sich heftig anfühlen: Am Abend sind nicht mal mehr 15 Grad drin, und in der Nacht werden wir verbreitet die 10-Grad-Marke unterschreiten.
Orkan schlägt ab Sonntag zu
Am Sonnabend lässt sich die Sonne zwischen vielen Quellwolken immer wieder einmal kurz blicken, doch die Höchstwerte werden die 20-Grad-Marke nicht mehr erreichen - und nachts reicht es laut DWD nur noch gerade zu acht Grad. Der Wind wird zwar nicht ganz so kräftig wehen wie am Freitag, dennoch sollten wir uns auf Windböen einstellen, die im Norden Brandenburgs auch stürmisch aufdrehen könnten.
Sturmfeld am Sonntagabend gegen 23 Uhr
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Am frühen Sonntagmorgen, genau um 3.54 Uhr, sind wir auch kalendarisch im Herbst angelangt. Ausgerechnet für den Herbstanfang droht nun auch noch ein Orkan, dessen Front uns nach jüngsten Berechnungen in Berlin und Brandenburg glücklicherweise nicht mit voller Kraft erfasst.
Windgeschwindigkeiten bis 120 km/h
Wetterexperte Dominik Jung rechnet auch ab Sonntag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h - also Orkanstärke. Betroffen sind nach letztem Stand: Teile von Nordrhein-Westfalen, das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Teile von Thüringen und Sachsen.
Der DWD rechnet damit, dass der Sturm uns in Berlin und Brandenburg nicht am Sonntag, sondern am Montag trifft. Aber auch am voraussichtlich verregneten Sonntag könnten wir die Auswirkungen des Sturmes bereits zu spüren bekommen: Wenn nämlich Züge und Flieger verspätet ankommen oder starten.
Sturmfeld am Montagmorgen um 2 Uhr
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Das große Chaos bei der Deutschen Bahn erwartet Diplom-Meteorologe Jung allerdings für Montag - Strecken könnten von entwurzelten Bäumen blockiert werden: "Die Bäume sind vielfach noch ordentlich belaubt und werden dem Sturm dadurch nicht immer standhalten können."
Nachtwerte könnten sich Bodenfrost-Niveau nähern
Und auch in unserer Region ist zu Wochenbeginn mit Windböen und stürmischen Böen zu rechnen. Die Temperaturen bleiben mit 15 Grad herbstlich, und nachts wird es mit nur noch vier bis acht Grad recht kalt.
Für den weiteren Wochenverlauf rechnet Wetterexperte Jung mit einer Beruhigung. Die Sonne kehrt zurück, und die Temperaturen werden sich auch wieder etwas erholen. Jung spricht bereits vom "Altweibersommer", aber der wird nicht in allen Teilen Deutschlands auf demselben Temperaturniveau stattfinden: In der zweiten Wochenhälfte wird im Südwesten Deutschlands wieder die 20-Grad-Marke überschritten, diese werden wir allerdings selbst optimistischen Prognosen zufolge wohl nur von unten sehen.
Auch die Zeit milder Nächte ist wohl vorüber: Maximal werden so gerade eben zweistellige Werte erreicht, sie könnten sich aber zum Oktoberbeginn sogar der Bodenfrost-Marke nähern. (JSt/dpa)
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