Das Innere der Orgel erstreckt sich über vier Etagen. Orgelbauer Wilhelm Sauer zog schon 1905 ein Stahlgerüst ein – wegen des großen Gewichtes. Übrigens: Nicht alle der Pfeifen erzeugen einen Ton. Im „Prospekt“, der nach außen sichtbaren Verkleidung der Orgel, verstecken sich viele Attrappen, die nur zur Dekoration eingebaut wurden.
© SABINE GUDATH Lizenz
Der Balg (Bildmitte unten), der die richtige Luftmenge und ausreichend Druck erzeugt, ist die Lunge der Orgel. Über einen Motor wird die Luft hereingepustet. Die Steine sorgen für gleichmäßigen Luftdruck. Sie sind in Papier eingewickelt, damit sie keine Feuchtigkeit annehmen, ihr Gewicht gleich bleibt. Das Thermometer (kleiner Kasten rechts) kontrolliert die Luftfeuchte, damit die Holzpfeifen nicht reißen. Über Schächte (rechts) wird der Wind verteilt.
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Nach dem Krieg wurden viele Pfeifen von Plünderern geklaut oder beschädigt. Etwa 1400 mussten erneuert werden. An vielen Stellen ist der Unterschied zwischen alten (hell in der Mitte) und restaurierten Pfeifen zu sehen.
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Bei den „Lippenpfeifen“ aus Holz (rechts) oder Metall (Mitte) bricht sich der Luftstrom an der Öffnung, bringt die Pfeife zum Klingen. In „Zungenpfeifen“ (links) erzeugt ein schwingendes Metallplättchen den Ton.
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Das Bedienpult ist das Gehirn der Königin der Instrumente. Von hier lässt Sieling die Pfeifen erklingen. Am Monitor [Mitte oben] beobachtet er über Kameras den Innenraum der Kirche. Die Pfeifen werden über Manuale [Mitte] gesteuert. Über die 113 Registerschalter [links, Mitte] werden Klänge eingestellt, mit den kleineren Schaltern [links unten] können die Klangfarben voreingestellt bzw. programmiert werden.
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Die Orgel besteht aus insgesamt 7269 Pfeifen. „Wenn ich jeden Tag eine spielen würde, wäre ich 20 Jahre beschäftigt“, sagt Sieling. Die kleinste (für den höchsten Ton) ist nur wenige Millimeter groß, die größte (für den tiefsten Ton) 13 Meter! Als er die Orgel schuf, deckte Wilhelm Sauer einige der Pfeifen mit Gaze ab. Grund: Wenn kleine Insekten in die Rohre kriechen, kann das den Klang stark verändern oder ihn verhindern. Aus diesem Grund – und weil das Instrument mit der Zeit gewaltig einstaubt – muss die Orgel alle 25 Jahre komplett zerlegt und gereinigt werden.
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Er lernte schon mit 14 das Kirchenorgel-Spiel. Und heute? Die Domorgel! Ein großer Balg im Inneren erzeugt Luft. Per Tastenanschlag strömt sie durch die Ventile der Pfeifen, bringt die Königin der Instrumente zum Klingen. Klingt simpel ... Aber schauen Sie mal, was sich noch im Inneren verbirgt.
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