Es sind geschenkte Tage. Seit vier Jahren, seit sie das Lied „Simsalabim“ aus dem Koma holte, lebt Piernikaczyk auf Bewährung. Nach dem schweren Nierenversagen 2012 muss sie in unschöner Regelmäßigkeit zur Dialyse.
Der neue Sessel, Michael Niekammer und Ingrid Piernikaczyk.
© TP / Thomas Uhlemann
Zu Hause in Hennigsdorf erholte sie sich davon im Elektrosessel mit der hydraulischen Aufstehhilfe. Dort hörte sie Schlager, Engel Ekki und seine Hits aus dem CD-Player schenkten neuen Lebensmut. Bis der Sitz kaputt ging.
Für Niekammer war das Helfen selbstverständlich
Traurig berichtete sie von dem Unglück im Telefonat mit Michael Niekammer in dessen Radiosendung „Sonntagnachmittag“ auf radio B2. Der 56-Jährige zögerte nicht lange, kaufte der vom KURIER so genannten „Koma-Oma“ Ingrid einen neuen Sessel. Jetzt wurde dieser vom Kaufmuseum Weißensee in die Wohnung der 77-Jährigen in Hennigsdorf geliefert.
Ende Februar 2016 starb Schlager-Ikone Ekki Göpelt nach einer OP im UKB in Marzahn.
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„Ich bin Michael so unglaublich dankbar. Erst schenkte mir sein Ekki ein neues Leben und nun verdanke ich ihm diesen Komfort. Ich verbringe viel Zeit auf dem Sessel, die Dialyse schlaucht mich sehr“, so die kranke Rentnerin gegenüber dem KURIER. Ihr Mann hat mit der lebensgefährlichen Lungenkrankheit COPD zu kämpfen, muss über Pfingsten in stationärer Behandlung bleiben.
Für Niekammer war das Helfen selbstverständlich. Das mehrere hundert Euro teure Möbelstück zahlte er aus seiner Tasche. „Eine Selbstverständlichkeit. Ekki hätte es so gewollt.“
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