Oma Gisela

Sie öffnete ihrem Killer die Tür

Polizei fahndet nach einem Handwerker – eine heiße Spur gibt es nicht.

Philippe Debionne_richtig Eric Richard
Lesezeit 2 Min
Ein Ermittler der Spurensicherung vor dem Mordhaus.

Ein Ermittler der Spurensicherung vor dem Mordhaus.

© Richard

Am vergangenen Mittwoch wurde die alte Dame von ihrem Enkel tot in der Küche ihre Häuschens an der Chemnitzer Straße gefunden. Todesursache laut Obduktionsbericht: Gewalt gegen den Oberkörper.

Keine heiße Spur

Zunächst schienen die Ermittler bereits kurz nach Mord eine heiße Spur zu haben: Denn in der Wohngegend der alten Dame sollen in den letzten Wochen verstärkt dubiose Männer an Haustüren geklingelt und sich als Handwerker ausgeben haben. Zudem soll ein verdächtiger weißer Transporter in den letzten Wochen auffallend oft vor dem Haus von Gisela Otto gestanden haben.

Doch trotz eines öffentlichen Fahndungsaufrufes gingen bei der Polizei nur wenige Hinweise ein. Eine heiße Spur sei nicht dabei, sagte ein Sprecher gestern, einen Tatverdächtigen habe man ebenfalls nicht. 

Die alte Dame wurde von ihrem Enkel tot in der Küche ihres Häuschens gefunden.

Die alte Dame wurde von ihrem Enkel tot in der Küche ihres Häuschens gefunden.

© Debionne

Dringende Suche nach Hinweisen

Das Problem der Ermittler: Die alte Dame lebte seit dem Tod ihres Mannes völlig zurückgezogen und einsam, hatte keine Bekannten oder gar Freunde in der Nachbarschaft. „Ohne Personen, die uns etwas über den normalen Tagesablauf und die Gewohnheiten der Frau sagen können, fehlen uns leider wichtige Ermittlungsansätze“, so ein Polizist. 

Deswegen setzen die Ermittler auch weiterhin dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung, um den oder die Mörder der 80-jährigen Gisela Otto zu finden. Telefon der ersten Mordkommission: 030/4664911111. 

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