Olympiastadion

Müller will die alte Hütte aufmöbeln

Berlins Regierender möchte, dass Hertha BSC in der Hauptstadt bleibt.

BK
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Das Olympiastadion wurde 1936 fertiggestellt. 

Das Olympiastadion wurde 1936 fertiggestellt. 

© imago/Westend61

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

© Markus Wächter / Waechter

Dem KURIER sagte Müller: „Ich kann den Wunsch nach einem neuen Stadion nachvollziehen. Der Klub will die bestmöglichen Voraussetzungen, und ein Fußballstadion wird heute nach ganz anderen Maßgaben gebaut als das Olympiastadion vor 80 Jahren.“ Doch dann kommt schon das große Aaaber: Raus nach Brandenburg, in ein gesichtsloses Gewerbegebiet (Brandenburg-Park)? Im Ernst? Müller: „Ich glaube, auch Herthas Vereinsführung weiß, dass das kein optimaler Plan und nicht die beste Idee ist. Es würde allen am meisten bringen, wenn wir eine Berliner Lösung finden.“

Und dafür ist der in Tempelhof geborene Senatschef, der mit Hertha im Olympiastadion aufgewachsen ist, auch zu Kompromissen bereit. „Wir werden intensiv mit Hertha diskutieren“, sagt er. Sollte es ein neues Stadion (55.000 statt bisher 75.000 Plätze) direkt nebenan geben, dann ist die Frage, was mit der alten Anlage passiert. Gammelt das Berliner Olympiastadion dann genauso vor sich hin wie das Münchener (von 1972), nachdem der FC Bayern raus ins Umland zog? Das wäre keine gute Aussicht. „Es geht darum, ob und wie die Infrastruktur eines Stadions aufrecht erhalten werden kann, das ohne Hertha keinen regelmäßigen Nutzer mehr hätte“, sagt Müller.

Aber er hat noch eine andere Idee. Warum nicht das Olympiastadion umbauen? So war es 2006, zur Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, schon mal geplant, wurde dann aber nicht umgesetzt. Müller: „Es ist nichts ausgeschlosssen. Auch nicht die Möglichkeit, die Spielfläche abzusenken und die Zuschauertribünen näher an den Rasen zu verlegen.“

Herthas neuer Hexenkessel in der alten Hütte! Da können die Bayern ruhig kommen.

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