Nachtweihs Generalprobe ging ein wenig daneben. „Vorige Woche waren wir in Gera bei einem Oldie-Turnier und haben den 1. FC Union schon mal kennengelernt. Die haben uns ganz schön abgekocht“, sagt er. Und: „Die Mannschaften aus dem Osten haben uns keine Chance gelassen.“ 3:0 haben die Eisernen über die Eintracht triumphiert, sie sind am Ende Dritter geworden, die Frankfurter nur Fünfter. Trotzdem hat es Nachtweih Spaß gemacht. „Wir waren die beste Mannschaft aus dem Westen, wir haben den HSV, Schalke und Wolfsburg hinter uns gelassen.“
Das Traditionsmasters in der Schmelinghalle aber hat bei ihm einen völlig anderen Stellenwert. Er ist des Lobes voll: „Ich kenne das Turnier bisher zwar nur aus dem Fernsehen, aber weiß, dass da ein guter Ball gespielt wird, die Veranstaltung hochkarätig besetzt ist und eine tolle Stimmung herrscht.“ Auch die Tatsache, dass sein Team gegen die beiden Lokalmatadoren spielen muss, schreckt ihn nicht: „Natürlich haben wir da auch die Fans gegen uns, aber wir werden trotzdem alles geben, um den Leuten ein wenig Spaß zu bieten.“
Der einstige Mittelfeldmann hat noch immer täglich mit Fußball zu tun. Gemeinsam mit Bundesliga-Rekordmann Karl-Heinz Körbel (602 Spiele für die Eintracht) und Torhüter Oka Nikolov (beide gehören ebenso zum Oldie-Stamm der Frankfurter) vermittelt er sein Können den jungen Burschen in der Eintracht-Talenteschule. Nur nach Halle, wo er vor seiner Flucht beim HFC in der DDR-Oberliga spielte, kommt er höchst selten. Doch bald winkt Entwarnung: „In diesem Jahr wird meine Schwägerin 60, da muss ich hin.“
Zuvor aber gibt's ein Wiedersehen beim Oldie-Masters.
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