Oh Zeh!

Das bittere Aus für Herthas Ben-Hatira

Abflug ins Trainingscamp am Sonntag ohne den Flügelflitzer, damit fehlt Änis auch beim Rückrunden-Start in Bremen.

Wolfgang Heise
Lesezeit 2 Min
Das gibt’s doch gar nicht! Der Zeh tut immer noch weh, zwingt Änis Ben-Hatira zur Absage des Trainingslagers.

Das gibt’s doch gar nicht! Der Zeh tut immer noch weh, zwingt Änis Ben-Hatira zur Absage des Trainingslagers.

© imago/Sven Simon Lizenz

Luhukays Assistent Markus Gellhaus, der seinen grippekranken Chef auch am Freitag vertrat, verkündete die Entscheidung: „Für Änis ist es besser, wenn er hier bleibt und sich behutsam vorbereitet. Seine Schmerzen im Zeh sind noch zu groß, er kann nicht mal vernünftig einen Schuh anziehen.“

Das ist erstmal bitter für Hertha. Denn der Deutsch-Tunesier war in der schwachen Hinrunde noch einer der Besseren. Er wirbelte auf dem linken Flügel ordentlich – sogar noch mit Schmerzen im Zeh, die zum ersten Mal im November auftraten.

Es ist aber noch viel bitterer für Änis selbst. Wegen des gereizten Gelenks im großen Onkel musste er schon seinen großen Traum vom Afrika-Cup mit Tunesien sausen lassen. Wieder Pechvogel Ben-Hatira. Davor litt er schon so viel: Knöchel kaputt (12/13), Schambeinentzündung (13/14) und jetzt ist es der große Zeh, der ihn flachlegt. Wie lange, ist offen. Ben-Hatira muss jetzt stark sein, um das zu verkraften. Für ihn fliegt U19-Talent Maximilian Mittelstädt (17) mit ins Camp nach Belek.

Etwas mehr Glück hat der zweite Flügelflitzer auf der rechten Seite. Roy Beerens (27) wird mit in die Türkei kommen, obwohl er Donnerstag wegen Schmerzen das Training abbrechen musste. Er erlitt im Dezember nach einem Brutalo-Foul von Frankfurts Stefan Aigner einen Außenbandanriss und ein Knochenmarködem im rechten Knöchel. Gellhaus: „Bei Roy ist nicht die alte Verletzung aufgebrochen. Der Knöchel ist nur angeschwollen und das drückt auf einen Nerv. Deswegen die Schmerzen. Er soll sich jetzt zwei Tage schonen und dann in Belek wieder loslegen.“

Und was ist überhaupt mit Chef Luhukay? Auch da gibt es Entwarnung. Gellhaus: „Jos geht es wieder ein bisschen besser. Er wird Sonntag mit uns von Schönefeld in die Türkei fliegen.“

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