Die ersten gelben Räder stehen in Prenzlauer Berg, ab heute folgt Friedrichshain. Doch Ofo will einiges anders machen als die Konkurrenz, die in anderen Städten über Nacht Tausende Räder ablud und so das Image der Branche beschädigte. Das chinesische Unternehmen setzt auf Kundennähe und Dialog. Mit Promotern will Ofo auf die Berliner zugehen, Räder und Konzept erklären. Auch setze man auf den Dialog mit Geschäften, wolle herausfinden, wo die Räder, die extra für den deutschen Markt größer als herkömmliche Modelle gebaut sind, wirklich gebraucht werden, so Cappy.
Radverleih auch in Brandenburg
Den Markt für Leihräder sehen die Chinesen lange nicht ausgereizt. „Nur 12 Prozent aller Fahrten in Berlin werden mit dem Rad unternommen“, sagt Alex Cappy. In Amsterdam oder Kopenhagen sind es über 40 Prozent. „Wenn Berlin in Sachen Infrastruktur noch nachlegt, kann Berlin eine Radstadt werden.“
Die Zukunft der Leihräder wird dabei aber nicht nur innerhalb des S-Bahnrings, wo sich die Räder stapeln entschieden, sondern auch in den Randgebieten der Stadt, wo der letzte Kilometer von der Haltestelle bis nach Hause zurückgelegt wird. Konkurrent Mobike bietet als erster Radverleiher seine Bikes daher auch in Brandenburg an. Mit der Gemeinde Glienicke Nordbahn starte man ab sofort ein Pilotversuch heißt es.
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