Kandt: „Wir sind einer der größten Arbeitgeber in der Stadt und in diesem Bereich Vorbild, da sind wir stolz darauf.“ Die Polizei sei offen für die ganze Bevölkerung.
Die aktuellen Bewerbungen laufen bis Ende Januar, im Herbst werden 450 neue Polizisten eingestellt. Adham Charaby (34), Metin Aktas (27) und Scharsad Shahmirzadi (29) machen ihren Job schon länger. Gucken Sie mal, wo ihre Wurzeln liegen ...
Adham Charaby (34), Ägypten
Die Wurzeln von Adham Charaby liegen in Ägypten – sein Vater stammt von dort. Der 34-Jährige selbst wurde in Berlin geboren, ist seit 1999 bei der Polizei. „Ich wollte was Gutes für die Gesellschaft tun.“ Er lernte einen Polizisten kennen, der nach Straftätern suchte. „Das hat mich als junger Mann fasziniert!“
Sein schönster Moment? Charaby verhaftete einen Vergewaltiger. „Seine Exfrau, eine Nigerianerin, hatte große Angst. Als ich sie im Frauenschutzhaus besuchte, um die Nachricht zu überbringen, sagte sie: Thank you, Mister Officer!“
Heute arbeitet er bei der Kripo, freut sich über die Entwicklungen. „Die Stadt ist bunt – und wir sind es auch“, sagt er. „Wichtig ist, dass wir bei jungen Migranten die Hemmungen abbauen – und ihnen zeigen, dass sie bei uns große Chancen haben.“
Schahrsad Shahmirzadi (29), Iran
Bringen die eigenen Wurzeln beim Dienst auf der Straße Probleme? Schahrsad Shahmirzadi hat noch nie negative Erfahrungen gemacht. „Im Gegenteil: Wenn es um Leute mit Migrationshintergrund geht, haben wir oft besseren Zugang“, sagt sie. Die 29-Jährige wurde in Berlin geboren, ihr Vater stammt aus dem Iran. „Ich hatte immer einen Sinn für Gerechtigkeit“, sagt sie. „Aber bevor ich mich für den Beruf entschied, sagte mir ein Bekannter: Mit deinem Namen wirst du bei der Polizei niemals Karriere machen können!“ Gut, dass sie das Ziel trotz der frustrierenden Ansage verfolgte. Shahmirzadi stieß 2009 zum Team, ist heute als Kommissarin im Streifendienst in Moabit unterwegs und gerne Polizistin.
Metin Aktas (27), Türkei
Dass sich Metin Aktas für die Arbeit bei der Polizei entschied, hat er einem eigenen Erlebnis zu verdanken. „In der 4. Klasse wurde mir mein Gameboy geklaut“, sagt er. Er zeigte die Missetat an, der Polizist war Türke. Für den Berliner mit türkischen Wurzeln die Inspiration für die eigene Karriere! Sein tollstes Erlebnis? „Einmal lösten wir eine Schlägerei am Mehringdamm auf, nahmen fünf Prügler fest. Da klatschten die Passanten!“ Aktas fährt in Kreuzberg Streife, erzählt oft an Schulen von der Polizeiarbeit. „Ich will auch ein Vorbild für junge Migranten sein. Ihnen zeigen, dass auch sie diesen Weg gehen können.“
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