Washington - Auf diesen Augenblick haben die Menschen am Golf lange gewartet: Das Ölleck vor der US-Küste ist zumindest vorübergehend geschlossen. Experten von BP gelang es gestern Abend, alle Ventile eines Auffangzylinders zu schließen.Damit strömt erstmals seit der Explosion der Förderplattform "Deepwater Horizon" am 20. April kein Öl mehr ins Meer. "Es ist schön, das zu sehen," sagte BP-Vize Kent Wells. Er warnte aber vor vorschneller Zuversicht: "Die Tests haben gerade erst begonnen."Also geht trotz aller Freude das Zittern weiter. Die bange Frage: Wird das Bohrloch dem gewaltigen Druck standhalten, der sich nun im Abdichtzylinders aufbaut? Die neue Angst: Das heraufschießende Öl könnte neue Löcher in die defekte Fördervorrichtung in 1500 Meter Tiefe reißen und sich so neue Wege in das Wasser bahnen. Deshalb waren die Tests vorsichtshalber zweimal verschoben worden.------------------------------
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