Öffentlicher Gesundheitsdienst

Ärztemangel wegen miesen Gehalts

Der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) der Stadt leidet an Auszehrung: Rund 400 Stellen seien nicht besetzt, beklagte die Ärztegewerkschaft Marburger Bund.

Gerhard Lehrke
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Gerade bei den Ärzten des ÖGD gibt es einen Mangel: Die Senatsgesundheitsverwaltung plant mit 677 Stellen, gegenwärtig gibt es rund 500. Wie viele in den Bezirken tatsächlich besetzt sind, wusste die Verwaltung nicht zu sagen.
Das Abgeordnetenhaus muss mehr Geld bereitstellen, meint Gesundheitsstadträtin Sibyll-Anka Klotz (Grüne, Tempelhof-Schöneberg).

Die Ärzte haben ein Spektrum von der Einschulungsuntersuchung über Hygiene-Kontrolle in Krankenhäusern bis hin zu Einsätzen bei eingeflogenen Ebola-Verdachtsfällen zu bearbeiten. Dafür verdienen sie um die 1000 Euro weniger als Klinik-Kollegen.

Deshalb sind die Stellen nicht begehrt, die immer wichtiger werden: Flüchtlingskinder müssten geimpft, mehr Routine-Untersuchungen durchgeführt werden. Klotz, die schon jetzt statt notwendiger 130 nur 96 Leute in ihrem Gesundheitsamt hat, fürchtet, dass sie weiter sparen und Stellen abbauen muss.

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