Jahrelang soll Robert M. (60, Namen geändert) Rezepte für Krebspräparate einer Apotheke in Prenzlauer Berg zugeschanzt haben.
Von 5000 Rezepten von 2009 bis 2012 geht die Anklage aus – „mit einem Umsatzvolumen von mehr als 3,7 Millionen Euro“.
Die elektronischen Geräte wurden in seine Ambulanz geliefert
Pharmazeutin Nora M. (67) soll den Ermittlern zufolge um die 400 000 Euro Gewinn aus der Sache gezogen und sich „bedankt“ haben. Die Anklage: „Über die von ihrem Sohn geführte Elektronikfirma lieferte sie elektronische Geräte im Wert von fast 30 000 Euro.“
Drucker, Scanner, iPad, wurden für die damals von M. geleitete Ambulanz geliefert. Der Prof habe die Herkunft der Geräte verschwiegen, bei der Drittmittelverwaltung der Klinik soll er gelogen haben. Die Anklage: „Es seien von ihm selbst erworbene Gerätschaften, die er der Klinik zur Verfügung stelle.“
Die Apothekerin wollte der Ambulanz helfen
Für ihre „Gaben“ erhielt die Pharmazeutin auch Spenden-Bescheinigungen, die der Arzt unterschrieb – obwohl er laut Anklage nicht befugt war. Über die Spenden war dann das Finanzamt gestolpert. So ging das Verfahren los.
Bestechung und Bestechlichkeit? Die Spenderin wies das zurück: „Es gab keinen Zusammenhang zwischen den Lieferungen und Spenden.“ Nichts sei korrupt gelaufen: „Meine Apotheke war auf Herstellung onkologischer Fertigarzneimittel spezialisiert. Seit Ende der 90er-Jahre belieferten wir die Ambulanz.“
Warum die Technik? Die Pharmazeutin: „Weil damals die Ambulanz schlecht ausgestattet war. Ich wollte helfen.“ Was der Arzt dachte, will er Donnerstag erklären.
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