Finanzsenator Ulrich Nußbaum wollte mit dem Kopf durch die Wand und die landeseigene Berliner Immobilien Holding mit ihren zehntausenden Wohnungen an Heuschrecken verkaufen. Der parteilose Politiker verteidigt diesen Versuch mit seiner Verantwortung gegenüber dem Land Berlin. Schließlich verwaltet die BIH riskante Immobilienfonds, die 2001 den Berliner Banken- Skandal ausgelöst hatten. Hinzu kommen hoheBelastungen für den Landeshaushalt durch den Verkaufs-Stopp, mindestens 140 Millionen Euro im Jahr. Dennoch hat Nußbaum nicht ausreichend politisches Gespür gezeigt. Die SPD will mit sozialen Themen in den Wahlkampf ziehen und erwägt sogar Rekommunalisierungen, also den Rückkauf von Unternehmen wie den Wasserbetrieben. Da hätte ein Verkauf von Wohnungen an Heuschrecken diese Ziele konterkariert. Bleibt abzuwarten, ob Nußbaum nach dieser Niederlage Berlin den Rücken kehren wird. Seite 4------------------------------Zitat: "Politisches Gespür fehlte bei der BIH"
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com