Berlin - Flauer Magen, Schwindel und ein ekliger Brechreiz: Auf dem Weg in den Urlaub werden viele Menschen reisekrank. Medikamente gegen Übelkeit sollen helfen - nicht alle sind aber wirklich zu empfehlen.Für den qualvollen Zustand gibt es eine einfache medizinische Erklärung: Wenn sich die Augen auf einem schaukelnden Schiff oder bei vorbeirasenden Landschaften nicht mehr auf einen festen Punkt am Horizont können, wird der Gleichgewichtssinn im Innenohr gestört. Es gibt zwei Wirkstoffe, die verhindern sollen, dass der Reiz zum Brechzentrum weitergeleitet wird: Diphenhydramin und Dimenhydrinat. Beide machen müde, der unangenehme Zustand wird verschlafen.Stiftung Warentest hält aber nur den ersten Wirkstoff für geeignet, der in drei von 23 untersuchten Medikamenten gegen Reiseübelkeit enthalten war (siehe Tabelle). Dimenhydrinat soll im Körper einen Wirkstoff freisetzen, der die Müdigkeit aufhebt. Doch das konnten die Tester nicht bestätigen. Im Gegenteil. Solche Medikamente können bei Menschen mit Herzrhythmusstörungen, Asthma bronchiale oder Depressionen unangenehme Nebenwirkungen verstärken. Das Urteil lautet deshalb nur "Mit Einschränkung geeignet".Natürliche Mittel, wie zum Beispiel Ingwerpulver, sind auch nicht viel besser. Bei Gallensteinen besteht die Gefahr einer Gallenkolik. BACH------------------------------Tabelle: Die TestergebnisseBU: Weitere Tests im Juli-Heft von Stiftung Warentest: Ferienparks, Schleifgeräte, Druckerpatronen.
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