Der Airbus der British Airways hatte gerade von Tegel nach London abgehoben, als über Reinickendorf eines der beiden Triebwerke zu rauchen anfing und ausfiel. Bei vielen Berlinern hinterließ der Vorfall einen starken Eindruck: „Wir kamen grade aus der Stockholmer Straße auf die Osloer, als es über uns bestimmt 10 x richtig dolle, im Artilleriestyle, gerumst hat!“, schreibt etwa ein Twitter-Nutzer.
Die Berliner Feuerwehr raste zum Flughafen Tegel
Der Pilot des Flugs BA 985 hatte das Problem dem Tower gemeldet. Die Flughafenfeuerwehr rückte aus. Auch die Berliner Feuerwehr raste nach Tegel. Sie konnte wieder abziehen. Um 17.39 Uhr sei die Maschine sicher gelandet, teilte die Flughafengesellschaft mit. Die 203 Passagiere hätten das Flugzeug über die Treppen verlassen.
Es stellte sich heraus, dass ein Vogel in das Triebwerk geraten war. Wie gefährlich ist so etwas? „Wir üben das jedes Jahr im Simulator“, sagt Janis Georg Schmitt von der Pilotenvereinigung Cockpit. Er selbst flog viele Jahre eine Boeing 737. „Da gibt es viele Automatismen, die man sich antrainiert.“ Die Flugzeuge seien dafür ausgelegt, mit nur einem Triebwerk zu fliegen. „Es ist natürlich etwas aufwendiger. Und je höher man ist, desto entspannter ist die Situation zu meistern“, sagt Schmitt.
Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com