Nostalgie hilft keinem weiter

Ronald Gorny
Lesezeit 1 Min

Bundespräsident Christian Wulff hat zur Eröffnung einer neuen Stasi-Ausstellung vor der zunehmenden Verklärung der DDR-Diktatur gewarnt. Zurecht! Nach wie vor werden SED-Opfer von Tätern verhöhnt und sind finanziell schlechter gestellt. Doch warum trauern so viele Ostdeutsche der früheren DDR nach? Gerade im Ostteil unserer Stadt leben sehr viele Hartz-IV-Empfänger. Wer eine Beschäftigung hat oder bekommt, muss wie Friseure oder Kellner nicht selten für einen Stundenlohn von fünf Euro oder noch weniger schuften. Doch die wirtschaftliche Not kann nicht alles entschuldigen. Die früheren DDR-Bürger sollten zum Mut und zur Aufbruchstimmung vom Herbst 1989 zurückkehren. Manches aus der früheren Jugend wie die Vollkasko-Mentalität und Bequemlichkeit sollte infrage gestellt werden. Also: Mit anpacken im Kiez, wenn an einer Schule Hilfe beim Frühjahrsputz gebraucht wird. Und: Mehr mit einmischen, wenn es bald um die A100 geht. Seite 10------------------------------Zitat: "Mehr Mut wie im Wende- Herbst 1989"

Ihre Meinung interessiert uns. Feedback zu diesem Beitrag senden Sie bitte an leser-bk@berlinerverlag.com

Lesen Sie mehr zum Thema