Nordufer

Neues Paradies fürs Himmelbeet

Der Nachbarschaftsgarten muss umziehen, weil Fußballplätze gebaut werden.

Christian Gehrke
Lesezeit 2 Min
 Der alte„Himmelbeet“-Garten in der Ruheplatzstraße, unweit des Leopoldplatzes.

 Der alte„Himmelbeet“-Garten in der Ruheplatzstraße, unweit des Leopoldplatzes.

© Christian Schulz

Das neue, hoffentlich auch bald grüne Paradies ist wahrscheinlich kleiner. Sonja Rosenthal (34) hat noch Zweifel, ob das „Himmelbeet“ auch an anderer Stelle funktioniert wie bisher. „Wir wissen noch nicht, wem die neue Fläche gehört und ob unsere Nachbarn sie annehmen und zu uns kommen“, sagt sie. 

Bis Ende Oktober 2020 ist das Projekt noch möglich

Dass das Gelände am Nordufer nicht so schön und schnittig ist wie der alte Garten, gibt man selbst im Bezirksamt auf Anfrage zu. Dennoch einigten sie sich im Rathaus Mitte auf diese Ersatzfläche, die vermutlich der Bahn gehört. 

Das verwilderte Ersatzgrundstück liegt direkt an der S-Bahn-Trasse am Nordufer.

Das verwilderte Ersatzgrundstück liegt direkt an der S-Bahn-Trasse am Nordufer.

© Christian Schulz

Sonja Rosenthal arbeitet seit vier Jahren für „Himmelbeet“. Während sie erzählt, gärtnert eine Gruppe der Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Daneben setzt ein junger Kolumbianer vom Leopoldplatz Pflanzen ein. Bis Ende Oktober 2020 ist das alles hier möglich. Danach ist Schluss. 

Die Stiftung plant ein Bildungszentrum mit Fußballplätzen

Der neue Mieter des 1.700 Quadratmeter-Geländes, das im Besitz des Bezirk ist, heißt „Amandla EduFootball e.V.“. Die Stiftung plant ein Bildungszentrum mit Fußballplätzen. Einer der Unterstützer: die Stiftung von Ex-Nationaltorwart Oliver Kahn (50). 

Sonja Rosenthal (34) arbeitet mit Leib und Seele für den Nachbarschaftsgarten im Wedding.

Sonja Rosenthal (34) arbeitet mit Leib und Seele für den Nachbarschaftsgarten im Wedding.

© Christian Schulz

Der Konflikt mit den Gärtnern und dem Bezirk schwelt seit über zwei Jahren, auch weil Stadtrat Carsten Spallek dem neuen Mieter hinter verschlossenen Türen Zugeständnisse machte. „Dass wir einen Platz bekommen sollen, ist ja schön. Es sind aber noch Fragen offen“, so Sonja Rosenthal.    

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