Jede Schauspielerin träumt davon, irgendwann in die Rolle einer echten Diva zu schlüpfen – Nina Janke muss nicht mehr davon träumen. „Marlene ist eine besondere Rolle. Sie war eine schillernde Persönlichkeit“, sagt sie dem KURIER. „Als ich die Perücke aufgesetzt bekommen habe, habe ich fast angefangen zu weinen – jeder will eine Ikone sein!“
Das Original: Marlene Dietrich wurde 1901 in Schöneberg geboren, starb 1992.
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Privat alles andere als eine Diva
Marlene Dietrich – aus einer Revue über die Hauptstadt in den 20er-Jahren ist die Sängerin nicht wegzudenken. Und nichts anderes bietet „Berlin Berlin“, die glitzernde Show, die am 19. Dezember im Admiralspalast Premiere feiert: einen Abstecher in die Goldenen Zwanzigern mit all ihren Persönlichkeiten. Die Comedian Harmonists, Anita Berber – und eben Marlene.
„Ich habe mir sehr viele Videos angeschaut und ihre Biografie gelesen, um mich in die Rolle einzufühlen“, sagt Janke. Denn das fiel gar nicht leicht: Janke selbst sei alles andere als eine Diva. „Ich kenne welche“, sagt sie und lächelt. „Aber meine Familie hat mir gesagt: Sobald du Allüren entwickelst, sagen wir dir Bescheid. Im Theater verstehe ich mich mit denen hinter der Bühne am besten.“
„Es wird nicht nur schön gesungen, sondern es gibt auch eine Message“
Und auf der Bühne steht sie schon lange: Nach der Schule studierte sie Schauspiel an der Bayerischen Theaterakademie August Everding, schloss 2007 mit Diplom ab. Zahlreiche Engagements folgten, unter anderem in „Tanz der Vampire“, „Mamma Mia“ und „Ich war noch niemals in New York“. Und nun: „Berlin Berlin“. Für Janke eine Trend-Show. Denn: „Das Rebellische, das in der damaligen Zeit in der Luft lag, ist heute wieder zu spüren, zum Beispiel an den Klima-Demos.“
Auch heute sollten wir uns aber fürchten – so wie die Menschen nach dem „Tanz auf dem Vulkan“ in eine ungewisse Zukunft schlitterten. „Nicht nur vor der Klimakatastrophe, sondern auch vor dem Rassismus, der wieder erstarkt.“ Auch das solle in der bunten Revue-Welt nicht unerwähnt bleiben. „Es wird nicht nur schön gesungen, sondern es gibt auch eine Message.“
„Berlin Berlin“, 17. Dezember bis- 5. Januar im Admiralspalast, Tickets und Infos: berlinberlin-show.com
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