Eva Padberg spricht von dem einsamen Landstrich in Brandenburg wie von einem Sehnsuchtsort. Dort oben, nahe Prenzlau, hat sie sich mit Worgt vor vier Jahren einen Hof gekauft und nun umgebaut.
Die beiden kennen sich seit 23 Jahren, sind verheiratet, bereisen gemeinsam die Kontinente. Nun der nächste Schritt. „Das Haus steht mutterseelenallein auf dem Feld, der nächste Nachbar ist Hunderte Meter entfernt. Die einzigen Lichter die wir nachts sehen, sind die der Windräder“, so das Topmodel gegenüber dem KURIER.
Mit viel Mühe und Kraft, und der Hilfe von Freunden, restaurierten sie das Gehöft, pendeln seitdem zwischen ihrer Wohnung im Prenzlauer Berg und dem brandenburgischen Schafstall.
Eva Padberg mit ihrem Mann Niklas Worgt (li.) und KURIER-Reporter Marcus Böttcher.
© Thomas Lebie
Ein Idyll, fernab von permanentem Mail-Empfangen und „Guck-mal-das-ist-doch-die-Padberg“-Getuschel. Salat, Bohnen, Johannisbeeren, Schnittlauch pflanzen sie dort an, mit den Tomaten hapert es noch. Die gediehen zuletzt auf dem Berliner Balkon besser.
Nur Stille herrscht auf dem Grundstück bei Prenzlau jedoch nicht. Hier, im neu eingerichteten Studio, entstand zum Großteil „Harbour“, das fünfte Album von „Dapayk & Padberg“, wie sich das Electro-Duo Eva und Niklas nennt.
Sie singt, er bastelt die Töne. Dabei drohte die Veröffentlichung zu scheitern. „Auf Mallorca wurden uns im Familienurlaub die Laptops geklaut – alles war weg“, so Niklas Worgt. „Anschließend hatten wir erstmal keine Lust mehr, von vorn anzufangen.“
Die Uckermark hat die beiden gerettet. Denn im tristen Herbst in Berlin schafften sie es nicht, dass vorher so sommerlich-leichte Gefühl, das sie sich für das Album erhofft hatten, aufzugreifen. Nahe Prenzlau, im Frühling, klappte das. Der Hauptstadt ganz den Rücken kehren, ist aber nicht drin: „Zu viel Ruhe ist auch nicht gut.“
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