Niederlage nach Führung in Stuttgart

Hertha versaut Maxi Mittelstädt den Torjubel

Dabei hatte Mittelstädt so schön für die Herthaner zur Führung getroffen.

Sebastian Schmitt
Lesezeit 2 Min
Andreas Beck läuft Herthas Torschütze Maxi Mittelstädt davon.

Andreas Beck läuft Herthas Torschütze Maxi Mittelstädt davon.

© imago/Eibner

Rune Jarstein sieht man selten so angefressen. Herthas Torhüter war in der 76. Minute stocksauer, konnte es nicht fassen, dass seine Vordermänner das Spiel derart unnötig aus der Hand gaben. Der Norweger explodierte beinahe, schlug den Ball auf den Boden und schrie sich den Frust vom Leib.

„Die Niederlage ist extrem ärgerlich. Wir sind gut in das Spiel gekommen und sind verdient in Führung gegangen.

In der zweiten Halbzeit haben wir uns zu sehr hinten reindrängen lassen“, gab ein zerknirschter Mittelstädt zu.

Dabei hätte es sein Nachmittag werden können. Hertha startete bissig in die Partie, dominierte die heimschwachen Schwaben (drei Tore) nach Belieben. Und fuhr in der 38. Minute einen blitzsauberen Angriff, den Mittelstädt nach feiner Vorarbeit von Stürmer Davie Selke aus kurzer Distanz über die Linie drückte.

Frust bei Mittelstädt

Dass der 21-Jährige seinen
Bundesliga-Premierentreffer nicht genießen konnte, lag an Halbzeit zwei, in der die Blau-Weißen ordentlich mithalfen den VfB wieder ins Spiel zu bringen.

„Es ist einfach extrem bitter, dass wir nach dem 1:0 nicht nachgelegt haben und stattdessen durch einen Doppelschlag als Verlierer vom Platz gehen“, ärgerte sich Mittelstädt.

„Wir hätten in der zweiten Halbzeit mehr Druck aufbauen müssen. Der Gegner war verunsichert“, fasste Cheftrainer Pal Dardai zusammen. „Stattdessen haben wir den Gegner aufgebaut.“

Die Hilfestellung nutze Mario Gomez gleich zweimal. Mit einem Doppelpack (64./76.) stellte der Ex-Nationalstürmer die Partie auf den Kopf.

Nach zuletzt zwei Siegen in Serie kassierte Hertha die erste Pleite. „Vielleicht waren wir einen Tick zu zufrieden“, ärgerte sich Dardai.

Viel Zeit Trübsal zu blasen hat seine Truppe nicht. Bereits am Dienstag können sich die Blau-Weißen den Adventsfrust gegen Augsburg (20.30 Uhr) von der Seele ballern. 

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