Niederlage beim BVB

Schade! Trinkpause stoppt Hertha

Blau-Weißen beginnen stark, doch das reicht nicht. Am Ende trifft sogar Adrian Ramos gegen seinen Ex-Klub ...

André Bellert
Lesezeit 3 Min

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Viele hatten mit einer Klatsche bei der Tormaschine Borussia Dortmund gerechnet. Nichts da! Nur 1:3 (0:1) verloren. Nein, diese Pleite fühlt sich eher wie ein Sieg in der schwarzgelben Hölle an.

Trainer Pal Dardai hatte vor dem Spiel gefordert: „Ich will den nächsten Schritt sehen. Ich will sehen, dass wir auch gegen so einen schnellen Gegner gut organisiert sind.“ Seine Jungs enttäuschten den Ungarn nicht.

Hertha versteckte sich nicht mal gegen die Übermacht. Sehr frühes Pressing, hoher Ballbesitz. Teilweise waren sogar neun Herthaner in der Dortmunder Hälfte. Der BVB kam damit zunächst gar nicht klar. Unglaublich, Hertha hatte sogar die erste Torchance des Spiels!

Genki Haraguchi (ersetzte den formschwachen Salomon Kalou) legte einen tollen Sprint hin, doch dann versagten dem Japaner vor BVB-Keeper Bürki die Nerven. Mats Hummels spitzelte Haraguchi das Leder im letzten Moment vom Fuß (15.). Schade!

Dann gab es bei der Hitze von 35 Grad in der 23. Minute eine Trinkpause und die Blau-Weißen verschluckten sich daran. Herthas gutes Spiel war unterbrochen, danach ging es nach hinten los. Dardai: „Die ersten 20 Minuten liefen nach Plan. Sehr ordentlich gespielt.

Doch danach haben wir die Ordnung verloren.“ Der BVB mit einer kurz ausgeführten Ecke. Konfusion in der Hertha-Abwehr. Shinji Kagawa spazierte in den Strafraum.

Sebastian Langkamp hob das Abseits auf und war dann zu spät bei Hummels. Der nickte zum 1:0 (27.) ein.

Der Traum, einen Punkt zu entführen, war dahin. Nach der Pause legte der BVB humorlos nach. Pierre-Emerick Aubameyang schob zum 2:0 (51.) ein. Hertha ließ sich nicht hängen. Und Pal Dardai zeigte Eier.

Er wechselte Alexander Baumjohann für den defensiven Per Skjelbred ein (58.). Dann kam Salomon Kalou für Johannes van den Bergh (71.). Der Ivorer traf noch zum 1:2 (78.).

Hertha drängte auf den Ausgleich, aber Dortmund hatte viel Raum und mehr Torchancen. Bitter: Ausgerechnet Ex-Herthaner Adrian Ramos (Dortmunds Edeljoker, eingewechselt in der 79. Minute) machte in der Nachspielzeit das 3:1 für den BVB.

Dardai: „Wir haben in der Schlussphase nach vorne gespielt. Mutig, aber auch gefährlich. Der BVB hätte mehr Tore schießen können. Der Sieg für Dortmund geht in Ordnung.“

Keine Punkte, aber auch keine Packung. Hertha, das geht in Ordnung.

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