Berlin - Renate Künast und die Grünen greifen mit Papier an: 118 Seiten dick ist der Entwurf des Wahlprogramms, das Künast auf den Sessel der Regierenden Bürgermeisterin hieven soll. Nach umstrittenen Äußerungen Künasts im Vorfeld ist es weichgespült.Ihren Wunsch nach Einführung von Tempo 30 überall findet man sehr verändert vor: Tempo 30 soll die Regel, Tempo 50 die Ausnahme werden. Von mehr ist nicht mehr die Rede, nur von weniger Schildern. Kein Wort auch mehr im Programm von einem eingedampften Flughafen BBI, was ihr viel Schelte eingebracht hatte.Künast warf dem "lustlosen" Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vor, das notwendige Sparen auf die Zeit nach der Wahl zu verschieben. Fragen nach ihren Sparvorstellungen aber beantwortete sie mit Hinweisen auf "Effizienzsteigerungen" und einen "Kassensturz" nach der Wahl. "So fängt man das Regieren an."Die Frage, ob bei Koalitionsverhandlungen die Verlängerung der A 100 ein Ausschlusskriterium sei, beantwortete Künast nicht.Besonderes Gewicht will die Kandidatin auf die Wohnungspolitik legen. Die Umwandlung von Wohnungen in Gewerberaum soll erschwert werden, die Quote der landeseigenen Wohnungen auf 15 Prozent steigen. Leider wusste Künast nicht, wie hoch der Anteil jetzt ist. Experten höhnen: Bei Mietwohnungen müsste sie welche verkaufen, weil 15,8 Prozent städtisch sind. Das Programm soll am 5. März bei einem Parteitag verabschiedet werden.------------------------------
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