Nichts Gutes aus der Wundertüte ... Stark anfangen, dann ganz stark nachlassen - und fertig ist die Pleite

Nach dem tollen 1:0 in Duisburg nun ein dummes 0:1 gegen 1860

Mathias Bunkus
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Berlin - Ach, Union! Es könnte doch alles so schön sein. So schön einfach vor allem. Punktemäßig. Tabellarisch! Aber du, du fährst weiter mit unseren Gefühlen schnöde Achterbahn. Nach schönen Siegen bei Hertha und in Duisburg, die unser Herz erfreuten, geht es wieder steil nach unten. Nach dem 0:1 (0:0) gegen 1860 München kehrt Ernüchterung ein in die eiserne Seele.Die Köpenicker bleiben die Wundertüte der Liga. Mal hui, dann wieder pfui. So auch das gestrige Spiel. Zwanzig Minuten lang rieben sich die 14 037 Besucher im Stadion an der Alten Försterei verwundert die Augen. Passkombinationen trotz des schlechten Rasens, Chancen quasi im Minutentakt. Doch das Runde wollte nicht ins Eckige.Weil da ein Teufelskerl in grauen Schlabberhosen die Bälle wie magnetisch an sich zog. Ex-Herthaner Gabor Kiraly blieb Sieger im Duell mit Torsten Mattuschka (10.). Er entschärfte die Doppelchance von Dominic Peitz (11.). Er hielt gegen Björn Brunnemann (19.). Und als er bei Tusches Freistoß doch einmal machtlos war (14.), klärte Rukavina per Kopf auf der Linie!Ein einziger Treffer hätte der Partie einen anderen Verlauf geben können. So aber kam aber das andere Union-Gesicht aus der Wundertüte wieder zum Vorschein. Das Aufbauspiel unpräziser. Die Pässe zu kompliziert.Die daraus resultierenden Ballverluste nutzten die Löwen ein ums andere Mal, Unions Defensivreihen gehörig durcheinander zu wirbeln. Christian Stuff & Co. mussten ständig auf der Hut sein!Das änderte sich auch nach der Pause wenig. Mit dem einzigen Unterschied, dass hüben wie drüben kaum noch nennenswerte Chancen zu beobachten waren. Union wirkte so, als hätte man in den ersten starken Minuten völlig überdreht. Die Kräfte schienen zu fehlen und mit jeder weiteren Spielminute mehr und mehr zu schwinden.Der Wille, den Sieg noch irgendwie zu erzwingen, war zwar zu sehen. Auch aber die allmählich um sich greifende Erkenntnis, dass der erste Schnitzer des Tages der entscheidende sein würde.Dass der von dem erst 18-jährigen Kevin Volland zwei Minuten vor dem Ende dann auch noch genutzt wurde, ließ einen Abend bitter enden. Und die gesamte rot-weiße Anhängerschaft auf einer Achterbahn der Gefühle in einer Talsohle zurück.------------------------------BU: Gabor Kiraly, Torwart-Gott: Der Ex-Herthaner rettet gegen Mosquera.0:1

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