Vier Pfannkuchen fielen durch

Nicht nur Zucker: Öko-Test entdeckt diese Giftstoffe in Berlinern

Die Tester von Öko-Test haben elf gefüllte Krapfen untersucht – mit einem besorgniserregenden Ergebnis: Keines der Produkte ist wirklich empfehlenswert.

Manuela Radvan BK
Lesezeit 3 Min
Alle getesteten Berliner waren mit Pestizidrückständen oder Mineralöl belastet.

Alle getesteten Berliner waren mit Pestizidrückständen oder Mineralöl belastet.

© Sabine Gudath

Die einen nennen sie Berliner, die anderen Pfannkuchen oder Krapfen. Aber trotz der unterschiedlichsten Bezeichnungen weiß jeder, dass dieses süße Gebäck nicht besonders gesund ist. Denn es enthält jede Menge Zucker. Nun kam auch eine Untersuchung von Öko-Test zu einem alarmierenden Ergebnis: In allen getesteten Berlinern wurden Rückstände von Pestiziden gefunden.

Die in der Faschingszeit beliebten Berliner, die in der Hauptstadt Berlin Pfannkuchen und in anderen Regionen auch Krapfen genannt werden, sind nach einer Untersuchung des Magazins Öko-Test häufig mit Pestizidrückständen oder Mineralöl belastet. Von elf getesteten Produkten schnitt keines besser als befriedigend ab, erklärten die Verbraucherexperten. Vier der süßen Backwaren fielen sogar ganz durch.

Untersucht wurden vier Berliner aus deutschlandweit gelisteten Bäckereiketten und sieben aus Supermärkten und Discountern. Kein Produkt war demnach frei von Pestizidrückständen. Auch ein Abbauprodukt des als vermutlich krebserregend eingestuften Antipilzmittels Captan sei darunter gewesen.

In den „Gut & Günstig Leckere Berliner“ von Edeka wurde das für Bienen giftige Insektizid Pirimiphos-methyl nachgewiesen. In den Berlinern von Edeka fanden die Experten außerdem erhöhte Mengen an gesättigten Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH). Von denen sei bekannt, dass sie sich im menschlichen Fettgewebe, in Leber, Milz und Lymphknoten anreichern.

Pfannkuchen gibt es entweder in Zucker gewälzt oder mit Zuckerguss.

Pfannkuchen gibt es entweder in Zucker gewälzt oder mit Zuckerguss.

© Sabine Gudath

Die Tester betrachteten den hohen Zuckergehalt der Berliner ebenfalls als erhebliches Problem: Schon ein einziger Berliner kann die von der WHO empfohlene maximale Tagesdosis an Zucker für Kinder überschreiten. Der „Schäfer Dein Bäcker Berliner“ wies mit mehr als 20 Gramm pro Stück den höchsten Zuckergehalt auf.

Auch einige Zusatzstoffe kritisierten die Verbrauchschützer in mehreren Produkten. Punktabzug gab es etwa für zugesetzte Aromen. Daneben wurden in einigen Backwaren Phosphate als Backtriebmittel eingesetzt. Diese können den Verbraucherschützern zufolge leicht ersetzt werden, etwa durch Weinstein. Das Produkt einer Bäckereikette enthielt außerdem Carboxymethylcellulose, die hoch dosiert in Tierversuchen zu entzündlichen Veränderungen der Darmflora geführt habe.

Weitere Kritikpunkte im Überblick

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Und das sind die Testergebnisse

Die beste Bewertung im Test ist „befriedigend“. Einige Produkte schneiden sogar mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab, vor allem wegen fehlender Zutatenlisten und Rückständen von Pestiziden.

Mit „befriedigend“ schneiden ab:

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Mit „ungenügend“ fallen durch:

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Wenn Sie mehr erfahren möchten, lesen Sie Öko-Test-Ausgabe 02/2025 oder online auf oekotest.de. ■

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