Es ist das Jahr 2009. Island taumelt in der Wirtschaftskrise. McDonald’s entscheidet, seine letzte Filiale im Land zu schließen. Der Isländer Hjörtur Smárason kauft den letzten Cheeseburger mit Pommes. Statt das Mahl zu essen, entscheidet er sich, es in einer Plastiktasche aufzubewahren. „Ich hatte gehört, dass McDonald’s niemals schlecht wird, und wollte sehen, ob das stimmt“, sagt Smárason.
Nach drei Jahren hatte sich an Burger und Pommes nichts verändert. Daraufhin spendet Hjörtur Smárason das Mahl dem National-Museum. Wieder geht viel Zeit ins Land. Erst als ein dänischer Experte sagt, man könne das Essen nicht länger konservieren, gibt das Museum das Essen zurück. Doch der Fachmann irrt.
Seit Mai 2013 ist die unvergängliche Mahlzeit nun im Bus Hostel in Reykjavik ausgestellt. Die Managerin Adalheidur Yr zum KURIER: „Unsere Gäste sind erstaunt. Aber auch etwas angeekelt ob der Tatsache, wie lange das McDonald’s-Essen sich gehalten hat. Die Pommes sehen so aus, als wenn sie gerade frisch aus der Fritteuse kommen. Nichts riecht.“ Das Hostel hat sogar eine Live-Kamera zum Uralt-Burger geschaltet: http://bushostelreykjavik.com
Vielleicht wird der Burger in einigen Jahrzehnten an der Seite der Mumie von Tutanchamun liegen. Nur eines macht Sorge: Wie alt sind die Burger, die bei McDonald’s tagtäglich serviert werden? JK
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