In Augsburg beim 1:1 war es am Sonnabend dann aber so weit. Fischer ließ den 36-fachen serbischen Nationalspieler von der Leine.
Überraschenderweise für Marvin Friedrich, der in der Vorsaison in Pokal und Liga nur zwei von 3270 möglichen Spielminuten verpasst hatte. Nur das Rot in der Verlängerung im Cup in Dortmund verhinderte die Maximalausbeute.
Nun saß Friedrich auf der Bank, Subotic gab sein Debüt. Weil Fischer mit ihm wie mit Antony Ujah auf den Punkt „Erfahrung“ setzen wollte.
„Es war für mich einfach nur geil, endlich wieder gespielt zu haben. Dafür bin ich aus Frankreich zurückgekommen. Um diese 90 Minuten zu haben, in denen man wie ein Wilder ackert und am Ende des Tages weiß, was man geleistet hat“, so Subotic. Fazit: Die Fans waren super, der Punkt auch. „Einfach geil“, sagt Subotic noch mal.
Neven Subotic: „Die Bundesliga hat sich nicht verändert“
„Die Liga hat sich nicht so sehr verändert“, so Subotics erste Erkenntnis nach dem Remis. „Aber ich war ja nur eineinhalb Jahre weg. Ein neuer Trend ergibt sich ja eher so nach fünf, sechs Jahren“, meinte der 30-Jährige, der selbstkritisch mit seiner Leistung umgeht. „Da ist room for improvement“, sagte der einstige US-Bürger, der sich im Englischen fast mehr Zuhause fühlt als im Deutschen.
Auf Deutsch: Subotic sieht bei sich Luft nach oben. Wobei er den spielerischen Bereich meinte, nicht den körperlich. „Du kannst schreiben, ich bin bei 110 Prozent, ach was 120 Prozent“, scherzte er ausgelassen nach dem ersten Bundesligapunkt der Eisernen, den Sebastian Andersson nach feiner Vorarbeit von Sebastian Polter ermöglicht hatte (1:1/80.).
Kleiner Trost für Marvin. Sonnabend gegen Dortmund ist er wieder dabei. Denn Keven Schlotterbeck ist nach der Roten Karte gesperrt. Die hält Fischer übrigens für gerechtfertigt: „Er geht da mit offener Sohle hin, trifft ihn von oben herab fast am Knie. Aus solchen Situation muss er lernen.“
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