Neues BER-Terminal

Mal schauen, ob die Privaten es besser können

Bei der Erweiterung des künftigen Flughafens gehen die Planer neue Wege.

Peter Neumann
Lesezeit 2 Min
Hier hinein zu den Billigfliegern! T2 soll vor allem ihnen dienen.

Hier hinein zu den Billigfliegern! T2 soll vor allem ihnen dienen.

© Flughafen Berlin Brandenburg GmbH

Von architektonischem Schnickschnack, anspruchsvollen Planungen und komplizierten Konzepten haben die Flughafenleute erst mal genug. Das vom Hamburger Büro gmp von Gerkan, Marg und Partner entworfene zentrale Terminal des BER, in dem immer noch gearbeitet wird, ist für sie ein mahnendes Beispiel. Nun lautet die Devise: keine „Kathedralen des Verkehrs“, sondern einfache und zügig zu errichtende Bauten. Damit der BER bei der Eröffnung nicht zu klein ist, werden zusätzliche Kapazitäten benötigt – und zwar schnell.

Terminal rechtzeitig zur BER-Eröffnung fertig

Gestern stellte Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup die Pläne vor: „Im Erdgeschoss checken Fluggäste ein und geben ihr Gepäck ab, im ersten Obergeschoss gehen sie durch die Sicherheitskontrolle. Es folgt ein Non-Aviation-Bereich mit Geschäften und Gastronomie. Über zwei Brücken gelangen die Passagiere zu den Wartebereichen im Pier Nord des BER, wo sich die Ausgänge zu den Flugzeugen befinden.“ Der 240 Meter lange Bau erhält nur wenige Fenster. Die Decken werden nicht verkleidet. Bei Feuer nimmt der Rauch, anders als im zentralen Terminal nebenan – keinen Umweg durch den Keller, sondern wird über Deckenklappen abgeleitet.

Auch bei der Bauorganisation geht die FBB einen anderen Weg als bisher. Um nicht wie bisher viele verschiedene Gewerke beaufsichtigen zu müssen, sucht sie einen Generalunternehmer, der für alle wesentlichen Bereiche zuständig ist. Ein Privater soll es machen und, so der Plan, noch im Sommer 2018 den Auftrag erhalten. Zwei Jahre später soll das Terminal T2, das Platz für sechs Millionen Fluggäste pro Jahr hat, fertig sein – rechtzeitig zur BER-Eröffnung im Herbst 2020. Wenn alles klappt.

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